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merknngen selbst dem weniger kundigen Leser einen Weggebahnt zu haben glaube, auf welchem er ohne Anstoß fort-gehen kann: so befleißige ich mich einer hier ganz zweckmä,ßigen Kürze, erinnere jedoch die Leser, auf die oben') an-gedeutete Weise zu verfahren, um desto leichter zum Zielzu kommen. Sie mögen nämlich überall, wo die Prophetendie Glückseligkeit des gläubigen Volks erwähnen, welcheim gegenwärtigen Leben sehr wenig sichtbar wird, wohlunterscheiden, wie die Propheten die Gnade Gottes, mndas Verlangen des Volks nach derselben desto mehr zu ent-flammen, unter irdischen Wohlthaten abgebildet haben, aberdergestalt, daß ihre Gedanken über Erde und Zeit sich er-heben, und nothwendig auf die Glückseligkeit des zukünfti-gen und geistigen Lebens sich hinrichten mußten.
21. Es mag genug seyn, dieß an einem Beispiele zubeweisen. Da die Jsraeliten in die babylonische Gefangen-schaft abgeführt wurden, und ihre Zerstreuung mit demTode verglichen: so konnten sie gar nicht davon abgebrachtwerden, es für ein Mährchcn zu halten, was Ezcchicl-)von ihrer Erlösung und Wiedervereinigung geweissagt hatte,weil sie meinten, es sey gerade eben so, als wenn verhei-ßen würde, daß ihre verwesetcn Leiber wieder ins Lebenzurückkehren sollten. Der Herr, welcher knnd thun wollte,daß er die Mittheilung seiner Wohlthaten auch bei schein-barer Unmöglichkeit möglich zu macheu wisse, zeigte demPropheten in einem Gesichte ein Feld voll verdorrter Gebeine,welche auf sein Wort augenblicklich wieder lebendig wurden.Zunächst diente diese Erscheinung zwar zur Vertilgung des imVolke vorhandenen Unglaubens; dabei erinnerte sie aberauch die Juden, daß die Kraft des Herrn, der durch einWort verdorrte und zerstreute Gebeine ins Leben zurückruft,noch bei weitem Größeres bewerkstelligen könne, als dieHcimführung des Volkes. Diese Stelle ist daher füglich miteiner andern im Jesaias zu vergleichen: „die Todtenwerden leben, meine Leichname auferstehen.
1) Kap. 6. A'bsch. 3. 4. 2) C. 37, 4-c. 3) <?. 26, 19 — 21.