476
Psalm') finden: „im Anfang haft du die Erde ge,gründet, und die Himmel sind deiner HändeWerk. Sie werden vergehen, du aber bleibst.Sie werden altern wie ein Gewand, du wirst sieverwandeln wie ein Kle^id; du aber bleibst, wied» bist, und deine Jahre haben kein Ende. DieKinder deiner Knechte werden Wohnung haben,und ihre Enkel bleiben unter deinem Schirm."Stehen aber die Frommen, obgleich Himmel und Erde ver-gehen, fortwährend unter dem Schutze des Herrn, so mußnothwendig ihr Heil mit Gottes Ewigkeit verbunden seyn.Aber diese Hoffnung ist nichtig, so fern sie sich nicht aufdie Verheißung gründet, die Jesaias verkündigt °): „derHimmel wird wie ein Ranch vergehen, die Erdewie ritt Kleid veralten, und ihre Bewohnerwerden dahin sterben wie jenes; aber mein Heilbleibet ewiglich, und meine Gerechtigkeit wirdnicht wanken." Der Gerechtigkeit und dem Heil wirdhier nicht ewige Dauer zugesprochen, in so fern sie inGott wohnen, sondern sofern die Menschen ihrer immerdartheilhaftig werden.
16. Was David von der Glückseligkeit der Gläubigensagt, muß ebenfalls auf die Theilnahme derselben an derhimmlischen Herrlichkeit bezogen werden. Dahin gehörendie Stellen ^): „der Herr bewahret die Seelenseiner Heiligen, und wird sie erretten aus derMissethäter Hand. Dem Gerechten geht dasLicht auf, und Freude den frommen Herzen. —Seine Gerechtigkeit bleibt ewig, und sein Hornwird erhöhet mit Ehre, aber der Bösen Wünschewerden vereitelt. — Die Gerechten werden deinenNamen preisen, und die Frommen vor deinemAngesicht bleiben.—Der Gerechten wird nimmer
1) L. 26—29. 2) c, 71, 6. .?) Pf. 97, 10. <1; 112, 9. 10; 140, 14;116, 6- Z4, ZZ.