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der Tod für diejenigen kein Untergang seyn konnte, welcheder Herr über Leben und Tod in seine Obhut genommenhatte.
10. Ich komme nun —und das ist eigentlich der Haupt-punkt des ganzen Streites —auf die Entscheidung der Frage,ob nicht auch die Glaubigen eine solche Belehrung vomHerrn empfiengen, daß sie ein besseres Leben hofften und,das irdische gering schätzend, nach jenem verlangten. Dasihnen von Gott bestimmte Lcbensschicksal war ein beständi-ger Kampf, der sie erinnerte, daß sie die allerunglücklich-stcn seyn würden, wenn allein in diesem Leben Glück zufinden wäre. Adam^), schon durch den Gedanken an dasverlorene selige Leben der Unglücklichste, unterzieht sich un-gern mühevollen Arbeiten, um den Mangel an des LeibesNahrung und Nothdurft abzuwenden; aber damit er nichtbloß durch leibliche Noth den Fluch Gottes erfahre,wobei ihm noch Trost übrig blieb, muß er schweres Herze-leid erdulden. Von zwei Söhnen wird ihm der Eine durchschändlichen Brudermord entrissen, und derjenige bleibt ihmübrig, dessen Anblick er mit Recht verabscheut. Abel^), inder Blüthe seines Lebens erschlagen, ist ein Bild des mensch-lichen Elends. No ak>6), hat einen großen Theil seiner Le-benszeit hindurch viel Mühe und Sorge mit Erbauung derArche, während alles um ihn her sorglos sich den Lüstenergicbt. Zwar entgeht er dem Tode; aber seine Erhaltungverursacht ihm bei weitem größere Unruhe, als wenn erhundertfachen Tod hätte erleiden müssen. Denn zehn volleMonate in die Arche wie in ein Grab verschlossen, befindeter sich in einer peinvollen Lage zwischen dem Unflath sovieler Thiere. Kaum ist diese Qual überstanden, so wider-fährt von neuem Bekümmernis): denn er sieht sich von sei-nem eigenen Sohne verspottet, und muß selbst den verflu-chen, welcher durch Gottes große Barmherzigkeit aus derSündfluth errettet worden war.
tj t Mos.Z. 2)tMos-4. 3)t Mos.6u.7. 4) 1 Mos. S, 21-c.