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sie aber jene Verheißung so verstanden haben, erhellet ausvielen Stellen, wo die Gläubigen sich nicht nur in gegen-wärtigen Trübsalen, sondern auch für die Zukunft damittrösteten, daß Gott allezeit ihr Helfer seyn werde. Er selbstbefestigte noch mehr in ihnen die Ueberzeugung, daß dieVerheißung des Segens über dieses Erdcnlcben hinausgehe,wenn er sprach'): „Ich will euer Gott seyn und euresSaamcns nach euch." Denn wenn er seine Huld gegenVerstorbene dadurch offenbaren wollte, daß er ihren Nach-kommen Wohlthaten erwicß: so konnte er jenen um desto-wcnigcr seine Gnade entziehen. Denn Gott gleicht nichtden Menschen, die ihre Liebe deßwegen den Kindern ihrerFreunde zuwenden, weil sie durch den Tod dieser lctztcrnverhindert werden, ihnen thätige Beweise ihres Wohlwol-lens zu geben; nein, Er, dessen Gnade mit dem Tode nichtaufhört, schließt auch die Verstorbenen nicht von der Barm-herzigkeit aus, welche er um ihretwillen auf viele tausendGeschlcchtsfolgen ausdehnt. Der Herr wollte ihnen alsodie Versicherung geben, daß sie seine überschwengliche Gütenoch nach dem Tode erfahren sollten, wenn er die merkwür-dige Verheißung giebt: sie solle sich auf ihre gesammte Nach-kommenschaft erstrecken. Dieselbe Verheißung bekräftigte derHerr, und stellte sie gleichsam als in Erfüllung gegangendar, indem er sich den Gott Abrahams, Jsaaks und Jakobslange nach ihrem Tode nannte.-) Würde das nicht lächer-lich seyn, wenn sie aufgehört hätten zu seyn? Es wärenicht anders, als ob er gesagt hatte: Ich bin ein Gott de-rer , die nicht sind. Darum erzählen auch die Evangelisten^),Christus habe die Sadducäer durch jenen Ausspruch so indie Enge getrieben, daß sie nicht läugnen konnten, die Auf-erstehung der Todten sey von Moses bezeuget; wie sie dazuaus den Büchern Mose^) wohl wußten, „alle Heilige seyenin des Herrn Hand." Daraus geht von selbst hervor, daß
t) 1 Mos. 17, 7. 2) 2 Mos. z, 6. 3) Matth. 22, 2Z—32. Luc- 20,
27-40. 4) 5 Mos. 33, 3. -
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