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Heil Ulld Seligkeit bezeichnen. Denn nicht ohne Absicht prei-set David oftmals das Volk selig: ,/dessen Gott der Herrist; das Volk, das er sich zum Eigenthum erkor!" ^)—undzwar nicht irdischer Wohlfahrt wegen, sondern weil er die-jenigen vom Tode errettet, immerdar beschirmt und mitBarmherzigkeit ewiglich krönt, die er zu seinem Volke er-wählt hat. So heißt es auch bei den andern Propheten"):„Du unser Gott, wirst uns nicht sterben lassen."— „der Herr ist unser König und Gesetzgeber,er wird uns h elfcn;„wohl dir, Israel, dadu durch Gott den Herrn selig wirst." DergleichenAussprüche finden sich viele in den Propheten, daß zum Be-sitz aller Güter noch auch zur Gewißheit unseres Heils unsnicht mangele, wenn nur der Herr unser Gott ist. Dennist es eine sichere Bürgschaft unserer Seligkeit, sobald eruns sein gnädiges Antlitz leuchten läßt: so kann er sich kei-nem Menschen als Gott offenbaren, ohne ihm auch die Schätzedes Heils zu öffnen. Nur ans diese Art ist er unser Gott,daß er unter uns seine Wohnung hat, wie er durch Mosesbezeuget.^) Einer solchen Gegenwart Gottes können wiruns aber nicht erfreuen, ohne zugleich das Leben zu haben.Also bedurften sie, um der Verheißung des geistigen Lebensgewiß zu seyn, nichts weiter, als das Wort-): „Ich willeuer Gott seyn." Denn er kündigte sich nicht als einenGott an, der bloß für die Leiber, sondern vornämlich fürdie Seelen es seyn würde; wenn diese aber nicht durchGerechtigkeit Gott verbunden sind, bleiben sie von ihm ent-fremdet im Tode. Jene Gemeinschaft mit Gott dagegen istmit ewigem Heil verbunden.
9. Ueberdieß bezeugte er ihnen nicht bloß, daß er ihr Gottsey, sondern fügt auch die Verheißung hinzu, daß er es immerseyn wolle, wodurch ihr Blick nicht ans die Gegenwart be-schränkt, sondern auf die Ewigkeit gerichtet wurde. Daß
1) Ps. 33, 12; 144, 15. 2) Hab. 1, 12. Jcs. 33, 22, 5 Mos. 33, zs.3) 3 Mos. 2«, 11. 4) 2 Mos. 6, 7.