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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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und der Apostel bereits gehört haben, so willfahre ich ihnenum so lieber, weil meine Gegner dadurch völlig widerlegtund zum Stillschweigen gebracht werden. Und zwar beginneich mit einem Beweise, den die Wiedertäufer als ungültigja lächerlich verwerfen, aber alle Vernünftige und Vorur-thcilsfrcie gelten lassen werden, nämlich daß das WortGottes die Kraft habe, allen denen, welchen eres mittheilt, das Leben zu geben. Denn immer galtder Ausspruch Pctri'):ein unvergänglicher Saamc istdes Herrn Wort, das ewiglich bleibet;" wie er auch mitden Worten des Jesaias") beweiset. Da nun Gott durchdieses Band die Juden mit sich vereinigte, so waren sie of-fenbar zur Hoffnung des ewigen Lebens berufen. Denn un-ter dem Worte, durch welches sie innig mit Gott verbun-den wurden, verstehe ich nicht jene' Art der Gemeinschaft,welche über Himmel und Erde und alle Kreaturen sich ver-breitet, und zwar Alles nach seiner eigenthümlichen Beschaf-fenheit belebt, aber nicht vor der Vergänglichkeit sichert,sondern jene besondere, wodurch die Frommen zur Erkennt-niß Gottes erleuchtet, und ihm gewissermaßen einverleibtwerden. Eine solche Erleuchtung des Wortes vereinigteAdam, Abel, Noah, Abraham und die übrigen Vatermit Gott, und daraus wird es unläugbar, daß ihnen derEingang in das ewige Neich Gottes offen stand. Denn einesolche innige Gemeinschaft mit Gott ist ohne das Gut einesewigen Leben nicht gcdenkbar.

8. Wenn indeß diese Beweisführung noch nicht cinleuch-tciid genug scheinen sollte: so erinnere ich an die Bnndeö-formel, welche nicht nur demüthige Gemüther befriedigen,sondern auch die Unwissenheit derer offenbaren wird, diebloß auf Widerspruch sinnen. Immer sprach der Herr, wenner mit seinen Knechten einen Bund machte ^):ich willeuer Gott seyn, und ihr sollt mein Volk seyn;"mit welchen Worten auch die Propheten gewöhnlich Leben,

t) 1 P-t. t, 2Z. 2) c. 40, 3. 3) s Mos. 26, t2.Calvins Inst. 1r Bd. ZO