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werden, der uns vorangegangen ist. Bis dahin müssen wiruns an die Verheißungen halten, wie der h. Geist gebeut,dessen Wort uns höher gelten muß, als das Gepelfcr jenesunsaubern Hundes. Denn „die Gottseligkeit hat dieVerheißung dieses und des zukünftigen Lebens,"wie Paulus H sagt, der sich darum auch „einen ApostelJesu Christi nach der Verheißung des Lebens,das in ihm ist," nennt. ") In einer andern Stelleerinnert er, daß wir dieselben Verheißungen haben, die einstden frommen Vätern gegeben worden. Endlich setzt er chunsere ganze Seligkeit darin, daß wir versiegelt wordenseyen mit dem heiligen Geist der Verheißung. Auch werdenwir Christi nur in so fern theilhaftig, als wir ihn in seinenVerheißungen uns aneignen. So wohnt er in unserm Her-zen, ob wir gleich ferne von ihm wallen; denn wir wan-deln hier im Glauben und nicht im Schauen H. Uebrigensliegt darin kein Widerspruch, daß uns Christus alles schenkt,was zur vollkommenen himmlischen Seligkeit gehört, unddaß doch der Glaube ein Schauen von Gütern ist, die mannicht siehet. Nur muß der Unterschied in dem Wesen undder Beschaffenheit der Verheißungen beachtet werden, indemdas Evangelium mit dem Finger auf das hinweiset, wasdas Gesetz unter Vorbildern verhüllte.
4. Dadurch widerlegt sich auch der Irrthum derjenigen,die Gesetz und Evangelium gerade so einander entgegen stellen,wie das Verdienst der Werke und die Gerechtigkeit, welche unsaus Gnaden zugetheilt wird. Dieser Gegensatz ist zwar ansich nicht zu verwerfen, weil Paulus oft unter dem Worte„Gesetz" die Vorschrift zu einem frommen Leben versteht,in welcher Gott das Seine fordert, und nur dem vollkömm-lichen Gehorsam Leben verheißt, dagegen die geringste Abwei-chung vom Gesetze mit dem Fluche bedroht. Das thut der Apo-stel, um zu beweisen, daß uns Gott sein Wohlgefallen ohne unserVerdienst schenke und wir allein durch seine Gnade gerechtwerden, weil nirgends von einem Gehorsam gegen das
t)1,Tim.4,L. 2)2Äim.t,1. Z)2Cor.7,t. 4)Epeh.t,t3- Z)2Cor.S,7.