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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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auch nur ein Blick in die dunkle Ferne, so fehlte dabei dochnicht die zuversichtliche Hoffnung; und daher die Freudig-keit des heiligen Patriarchen bis an seinen Tod. Eben sowenig entzieht das Wort des Täufers JohannesNie-mand hat Gott je gesehen; der eingcboxnc Sohn, der indes Vaters Schooße ist, hat es uns verkündigt" den vorChristo entschlafenen Frommen, ihren Antheil an der Er-kenntniß und dem Lichte, welches in der Person Christi unsumstrahlt; sondern er zeigt durch eine Vcrgleichnng ihresZustandes mit dem unsrigen, daß die Geheimnisse, die sichihnen unter Vorbildern nur dunkel zeigten, uns ganz ge-offenbart worden. Das spricht der Verfasser des Briefs andie Hebräer mit deutlichen Worten aus:Vielfältigund auf mancherlei Weise hat Gott ehemals geredet durchdie Propheten, in unsern Zeiten aber durch seinen geliebtenSohn." Obgleich also der Eingeborne, den wir setzt alsden Abglanz der Herrlichkeit Gottes und als dasEbenbild seines Wesens °) kennen, schon vormals denJuden bekannt war als der Herzog ihrer Seligkeit,wie Paulus sagt; H so bleibt es doch wahr, was derselbeanderswo ausspricht:Gott, der da hieß dasLicht aus der Finsterniß hervorleuchten, hateinen hellen Schein in unsern Herzen gegeben,damit entstünde die Erleuchtung von der Er-kenntniß der Klarheit Gottes in dem AngesichtJesu Christi." Denn indem er in diesem seinem Ebenbildeerschien, so wurde er gewissermaßen sichtbar, da vordemsein Antlitz noch verborgen und verhüllt war. Um so schänd-licher und verabscheunngswürdiger ist der Undank und dieBosheit derer, welche bei diesem Mittagsglanze die Augenverschließen. Darum werden ihre Seelen, sagt Paulus,vom Satan verfinstert, daß sie die Herrlichkeit Christi nichtschauen, die im Evangelio im vollen Glänze sich offenbart.

1) Joh. 1, lg. 2) c. 1, 1. Z) Hebr. 1, Z. Kol. t, Ü. 4) Hebe. 2,10. veogl. Matth. 2, S. Micha 5, 1. 5) 2 Cor. 4, 6-