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ungehorsame und widerspänstige Kinder begleitet. Zur drittengehört, was Christus sagt"): „Gott hat geboten, wir sol-len den Eltern wohlthun." Und so oft der Apostel diesesGebot erwähnt"), erinnert er, daß in demselben Gehorsamgefordert werde.
37. Dem Gebote ist eine Verheißung beigefügt, um unszu erinnern, wie sehr diese uns gebotene Folgsamkeit Gottwohlgefällig sey. Ein solcher Stachel unsere Trägheit zuerwecken ist es, wenn Paulus sagt°): „das. sey das ersteGebot, das die Verheißung habe." Denn die der erstenGcsetztafel vorangestellte Verheißung bezicht sich nicht aufein Gebot, sondern auf das ganze Gesetz. Die gegenwär-tige ist so zu verstehen: der Herr redet insbesondere zu denJsraclitcu von dem Lande, das er ihnen als Erbthcii zu-gesichert hatte. War also der Besitz dieses Landes das Un-terpfand der göttlichen Huld : so dürfen wir uns nicht wun-dern, wenn der Herr seine Gnade durch die Zusage eineslaugen Lebens verkündigen wollte, da dieses zu einem lan-gen Genusse seiner Wohlthaten vcrhalf. Der Sinn diesesGebotes ist also: „ehre Vatcr und Mutler, auf daß dulange im Besitze des Landes bleibst, welches du zum Beweisemeiner Gnade erhalten wirst." Weil indessen die ganzeErde für die Gläubigen gesegnet ist, so zählen wir mitRecht das gegenwärtige Leben unter die Segnungen Gottes.Deßwegen bezicht sich diese Verheißung auch ans uns, insofern nämlich die lauge Lebensdauer hienicdcn uns einZeugniß der göttlichen Güte ist. Denn langes Leben wirdeben so wenig uns, als früherhin den Juden in dem Sinneverheißen, als ob es eine Seligkeit an sich enthielte, sondernweil es den Frommen ein Zeichen göttlicher Langwuth zu seynpflegt. Wenndaher ein gehorsames Kind in früher Jugendstirbt, wie es oft geschieht: so macht der Herr dennoch seineVerheißung so wahr,als wenn crJemanden mit hundertMorgenLandes beschenkte, dem er nur einen versprochen hatte. Der
t) Matth, 15, 4. S) Eph. 6, 1. ?. Col. 5, 20. .?) Eph. 6, 5.