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an die Römer') erklärt er es für Aberglauben, wenn je-mand zwischen den Tagen einen Unterschied mache." Aberwer könnte, außer jenen Schwärmern, den Sinn des Apo-stels verkennen? Nicht zur Erhaltung der kirchlichen Ver-fassung und Ordnung behielten sie die Feier jener Tage bei,sondern als Vorbilder geistiger Güter, und verdunkelten sodie Herrlichkeit Christi und das Licht des Evangeliums. Vonihren Arbeiten ruhten sie nicht deßwegen, weil diese die Er-bauung und Andacht verhindern, sondern weil sie noch vonVorbildern geistiger Geheimnisse träumten. Gegen dieseabergläubische Unterscheidung der Tage eifert der Apostel,nicht gegen eine solche Feier, welche den Frieden in derchristl. Kirche fördert. Dazu wurde in den von ihm gestiftetenGemeinden der Sabbath beibehalten: denn er empfiehlt denKorinthern"), an diesem Tage eine milde Beisteuer für diearmen Christen in Jerusalem zu sammeln. Besorgt manAberglauben, so war dieser bei der Feier des jüdischen Sab-baths mehr zu befürchten, als bei dem Sonntag der Chri-sten : denn um Aberglauben zu verhüten, wurde jener ab-geschafft, und dafür ein anderer Feiertag verordnet, wiees zur Erhaltung der Zucht, der Ordnung und des Frie-dens in der Kirche nothwendig war.
34. Absichtlich haben die Alten den Sonntag oder desHerrn Tag gewählt: denn da die wahre Ruhe, welche durchden jüdischen Sabbath vorgebildet wurde, in der Auferste-hung des Herrn ihr Ziel und ihre Vollendung cmpfieng, soerinnert schon dieser Tag, an welchem die Vorbilder einEnde nahmen, die Christen, dem Schattcnwcsen nicht ferner zuhuldigen. Uebrigcns halte ich die Feier des siebenten Ta-ges nicht für unabänderlich nothwendig in der christlichenKirche, und tadle keine Gemeine, welche zu ihren gottcs-dienstlichen Versammlungen andere Tage wählt, wenn esnur ohne Aberglauben geschieht, bloß zur Erhaltung from-mer Zucht und Ordnung. Die Hauptsache sey uns folgende:
1) c. 14. s. zz 1 Cor. 16, 2.