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schicklich und ordentlich unter uns zugehen, wie der Apostel
sagtH; das kann aber ohne jene Anordnung und Bestim-mung nicht erreicht werden, da, wenn solche aufgehobenwürde, der Kirche Verwirrung und Untergang unvermeid-lich bevorstände. Wenn wir einerlei Bedürfnisse mit denJuden haben, für welche der Herr den Sabbath verordnethatte, so kann Niemand sagen, daß er uns nicht angehe.Denn der sorgsame und gütige Vater im Himmel berücksich-tigte dabei eben so unsere als der Juden Bedürfnisse. Mankönnte sagen: warum versammeln wir uns nicht lieber tag-lich, um so den Unterschied der Tage aufzuheben? Mögtees nur geschehen! Die himmlische Weisheit verdiente eswohl, ihr taglich einen Theil unserer Zeit zu widmen. Aberwenn es die Schwachheit Vieler nicht zuläßt, tägliche Zu-sammenkünfte zn halten, und wir auch von ihnen, ohneLieblosigkeit, nicht mehr fordern können: warum wolltenwir uns nicht in die Ordnung fügen, die von Gott unsangewiesen ist?
33. Ich muß hier etwas umständlicher seyn, weil wegendes Sonntags einige unruhige Geister in unsern Tagen vielLärm erheben. Das Christcnvolk klagen sie, werde durch diebeibehaltene Feier gewisser Tage in demJudenthume erhalten.2ch behaupte dagegen, daß diese Tage ohne Judcnthnm vonuns gefeiert werden, und daß wir hierin uns von denJuden völlig unterscheiden. Denn wir feiern sie nicht mitder ängstlichsten Gewissenhaftigkeit als eine Ceremonie, durchwelche uns ein geistiges Geheimniß vorgebildet werde, son-dern nehmen sie als Mittel die kirchliche Ordnung zu er-halten. Aber, erwiedert man, Paulus sagt doch-): „esdürfe Niemand den Christen wegen Nichtbeobachtung derjüdischen Feiertage Vorwürfe machen, da sie nur ein Schat-ten des Zukünftigen waren. Er fürchtet deßwegen, unterden Galatern vergeblich gearbeitet zu haben, weil sie sichnoch an die Feier gewisser Tage hielten. ^3 In dem Brief
t) t Cor. 14, 40. 2) Cot. 2, 16. Z) Sal. 4, 10. 11.