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hört, so wird sie nicht eher vollendet werden, als bis inErfüllung gegangen ist, was Jesaiassagt, daß sich Neu-mond an Neumond; Sabbath an Sabbath anschließt, wennnämlich Gott alles in allen seyn wirdJ) Der Herr könntealso durch den siebenten Tag seinem Volke die Vollendungseines Sabbaths in der Ewigkeit abgebildet haben, banntes nach derselben durch ununterbrochene geistige Sabbaths-übung sein Lcbenlang trachte.
31. Sollte man diese Deutung der Zahl sieben, alsgesucht und gekünstelt, verwerfen, so habe ich nichts dage-gen, die einfachere Erklärung zu wählen: der Herr habeeinen bestimmten Tag verordnet, damit sich das Volk andemselben ri-ntcr der Zucht des Gesetzes in dem Trachtennach einer unwandelbaren geistigen Ruhe üben lerne; undzwar den siebenten Tag, weil Gott entweder diesen schonfür genügend hielt, oder durch Vorhaltung seines Beispielsdas Volk anlocken oder wenistens daran erinnern wollte,daß der Sabbath ihm ein Mittel zur Vollendung seinerAehnlichkeit mit seinem Schöpfer seyn sollte. Nur vergesseman nicht, daß hier absonderlich die ewige Ruhe von unsernWerken abgebildet werde, worauf die Juden oft von denPropheten aufmerksam gemacht wurden, damit sie die Sab-bathfcicr nicht bloß auf die leibliche Ruhe beschränken mög-tcn. Außer den bereits angeführten Stellen hören wir nochbei Jcsaias : „So du deinen Fuß von dem Sabbath keh-rest, daß du nicht thust, was dir gefällt, an meinem hei-ligen Tage, und der Sabbath dir ein lieblicher, dem Herrnheiliger und geweihter Tag ist, so daß du ihn feierst durchRuhe von deinen Werken, und an demselben nicht gefundenwerde, was deinem Herzen gelüstet noch thörichtes Geschwätz:dann wirst du gesegnet seyn in dem Herrn :c." Jedoch istoffenbar alles, was hier äußerlicher Gebrauch war, durchdie Zukunft Christi aufgehoben. Denn er ist die Wahrheit,vor deren Erscheinung alle Vorbilder verschwinden, der Kör-
1) c, SS, 23. 2) 1 Sor. 15, 28.