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ihr wisset, daß ich der Herr bin, der euch heiliget. So hal-tet meinen Sabbath, denn er ist euch heilig. Darum sollendie Kinder Israel den Sabbath halten, und ihn feiern mitihren Nachkommen; er ist ein ewiger Bund zwischen mirund den Kindern Israel und ein ewiges Zeichen." Nochwcitläuftigcr redet davon EzechielH: wovon der Hauptin-halt ist: „die Sabbathe seyen Israel zum Zeichen gegeben,daran sie erkennen sollten, daß Gott es sey, der sie heiligt."Besteht nun aber unsere Heiligung vornämlich in der Töd-tung des Eigenwillens, so ist das äußere Zeichen dem hö-hcrn geistigen Segen, der dadurch abgebildet werden sollte,vollkommen ahnlich. Wir müssen gänzlich ruhen, damitGott in uns wirke, nämlich von unserm Willen abstehen,unser Herz hingeben, allen Lüsten des Fleisches entsagen.Endlich feiern müssen wir von allen Werken des eigenenSinnes, damit wir, wenn nun Gott in uns wirket, in ihmRuhe finden, wie auch der Apostel sagt.
30. Jenes stetige Feiern wurde den Juden durch dieFeier des siebenten Tages vorgehalten, und damit er vonihnen recht heilig gehalten würde, empfahl ihn der Herr durchsein eigenes Beispiel. Denn für den Menschen ist es ein mäch-tiger Anreiz, wenn er weiß, daß er dem Vorgange desSchöpfers nachfolgt. Sucht man in der Zahl sieben einegchcimnißvolle Bedeutung; so ist sie, da sie in der Schriftdie Zahl der Vollendung ist, allerdings nicht ohne Absichtgewählt, um stetige Fortdauer zu bezeichnen. Dafür stimmtauch, daß Moses mit dem siebenten Tage, an welchem derHerr von allen seinen Werken ruhte, die Beschreibung derReihcfolge der Tage und Nächte beschließt. Nicht zu ver-werfen ist auch eine andere Deutung dieser Zahl, daß näm-lich der Herr die vollkommene Sabbathsruhe andeuten wollte,die erst mit dem letzten Tage beginnt. Diese fangen wirin diesem Leben schon an, und schreiten in derselben täglichfort; aber weil der Kampf mit dem Fleisch hier nicht auf-
1) c. 20, 12 w. Z) Hebe. 4, F-11.