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lästern; sondern so oft wir seiner Werke gedenken, sollenwir seine Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe preisen. Dasheißt: den Namen Gottes heiligen. Wo es anders geschieht,wird er durch eiteln und verkehrten Mißbrauch befleckt, weiler außer dem rechtmäßigen Gebrauch, welchem allein er gc-weihct war, angewandt und dadurch, wenn auch weiternichts, doch seiner Wurde entkleidet wird, so daß er all-mählig in Geringschätzung kommt. Wenn nun dieser unnützeund leichtsinnige Gebrauch des göttlichen Namens schon eine sogroße Sünde ist, so wird diese noch viel größer, wenn mansich desselben zuschändlichcu und sündlichcu Dingen bedient, wiezum Befragen der Todten, zu Flüchen und Verwünschungen,zu Geisterbeschwörungen, zur Zauberei und zu anderemAberglauben. Vorzüglich wird aber in diesem Gebote derEid gemeint, in welchem der Mißbrauch des göttlichen Na»mens am abscheulichsten erscheint; um uns desto mehr imAllgemeinen von jeder Entweihung desselben abzuschrecken.Daß aber hiebci nur von der Gott schuldigen Ehrfurcht ge-handelt werde, und nicht von der Treue und Redlichkeit,welche Menschen gegen einander zu üben haben, erhellet zurGenüge daraus, daß in der zweiten Gesctztafel Beeinträch-tigung des Nächsten und falsches Zeugniß verboten wird,wodurch das Wohl der menschlichen Gesellschaft leidet, esfände aber eine nutzlose Wiederholung statt, wenn diesesGebot von der Pflicht der Nächstenliebe handelte. Dazukommt auch, daß Gott nicht ohne Absicht sein Gesetz aufZwei Tafeln uns mitgetheilt hat. Folglich ist dieses dritteGebot nur auf das zu beziehen, was wir Gott schuldigsind, und zur Heiligung seines Namens zu thun haben, nichtaber auf die gegenseitigen Pflichten der Menschen untereinander.
W. Hier muß zuerst eine Erklärung vom Eide gegebenwerden. Dieser ist eiue Anrufung Gottes als Zeugen zurBekräftigung der Wahrheit dessen, was wir aussagen. Denndie mit Flüchen und Verwünschungen verbundenen Bethcu-rnngen können, da sie offenbare Gotteslästerungen sind,