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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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einziges Mal die Verheißung in Erfüllung gehen läßt, daßer um des Vaters willen gegen den Sohn barmherzig undgnadig seyn wolle, Zeugniß von seiner beständigen und fort-währenden Gnade gegen seine Verehrer; und wenn er desVaters Missethat einmal am Sohne straft, so zeigt er, wasalle Verworfenen ihrer Sünden wegen zu erwarten haben.Davon aber wollte er hier uns vornamlich gewiß machen.Dabei macht er kürzlich auf die Größe seiner Barmherzig-keit aufmerksam, welche er auf viele tausend Glieder aus-dehnt, und nur vier Gcschlechtsfolgen für die Strafe bestimmt.

Das dritte Gebot.

»Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht mißbrauchen:denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namenmißbraucht.«

22. Dieses Gebot gab Gott, um die Heiligung seinesNamens einzuschärfen. Es verbietet also, Gottes Namendurch lästerlichen und unehrerbietigen Gebrauch zu enthei-ligen. In diesem Verbote ist aber das Gebot enthalten,ihn nicht anders, als mit Ehrfurcht im Munde zu führen.Darum dürfen wir von Gott und seinen Geheimnissen nurmit Besonnenheit und heiliger Scheu denken und reden, sodaß wir mit keinen andern, als ehrerbietigen Gesinnungenan die Beurtheilung seiner Werke gehen. Diese drei Pflich-ten haben wir sorgsam zu beachten. Zuerst: was unserGeist über ihn denkt, unser Mund über ihn ausspricht, seyZeugniß seiner Vortrefflichkeit, und entspreche der Erhaben-heit seines Namens, es dicuc seine Herrlichkeit zu erheben.Zweitens: sein heiliges Wort und seine ehrwürdigen Ge-heimnisse dürfen weder zur Befriedigung der Ehr- und Hab-sucht noch zur Belustigung leichtsinnig gemißbraucht werden,sondern müssen, da sie seinen preiswürdigen Namen tragen,bei uns allezeit ihre Ehre und ihren Werth behalten. Drit-tens: seine Werke dürfen wir nicht tadeln und herabwürdi-gen, wie die Gottlosen thun, die nicht aufhören, ihn zu