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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Sinn vollständig wieder zu geben, auch diesen Ausdruck derÜbersetzung mit beigefügt. Zweitens nennt Gott sich einenEiferer," weil es ihm nicht gleichgültig seyn kann, obman ihn allein oder Götzen neben ihm verehre. Drittenssagt er von sich, daß er einrächender Gott" sey,der die Verächter seines Namens strafen werde, wenn siedie ihm gebührende Ehre einer Kreatur oder den Götzenbil-dern geben, und zwar nicht sie allein, sondern auch ihreKinder, Enkel und Urenkel, welche nämlich solche Misse-that der Väter nachahmen werden. Dagegen verspricht erauf ewige Zeiten denen seine Barmherzigkeit und Gnade,die ihn lieben und seine Gebote halten. Gott stellt sich unsoft in der Schrift H als einen Gatten dar: denn die Ver-bindung , in welche wir durch die Aufnahme in den Schooßder Kirche mit ihm treten, ist dem heiligen Ehebunde ähn-lich, der gegenseitige Treue erfordert. Wie er nun seiner-seits treu und wahrhaftig alle Pflichten erfüllt, so verlangter auch von uns Liebe und Treue, daß wir nämlich unsereSeelen nicht dem Satanas, der Lust und den häßlichenfleischlichen Begierden preis geben. Wenn er daher über dieAbtrünnigkeit der Juden klagt, so beschuldigt er sie der Un-zucht und Hurerei. 2) Wie nun ein Gatte, je züchtiger undkeuscher er ist, zu einem um so heftigern Unwillen gereiztwird, wenn seine Gattin sich an einen Buhlen hängt: sokündigt uns der Herr, der sich mit uns in Wahrheit ver-lobt hat, seinen eifersüchtigen Zorn an, so oft wir, seinesheiligen Bundes uneingedenk, durch unreine Begierden unsbeflecken dann besonders, wenn wir die Ehre, die ihm al-lein gebührt, einem Andern geben, oder die Verehrung sei-nes Namens durch irgend eine Art von Abgötterei entweihen.Denn auf diese Wnse sind wir nicht bloß treulos und wort-brüchig , sondern beflecken auch den Bund mit ehebrecheri-scher Schande.

19. Hierauf muß der Sinn der beigefügten Drohung

1) Jesa. 62, 4. S, Hos. 2, lS. 20. 2)Jesa.S7,5. Jer.Z,tZ. Hos. 2,2.