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menfasscn: Anbetung, wozu wie ein Anhang der geistigeGehorsam des Gewissens gehört, Vertrauen, Anrufung,Danksagung. Unter Anbetung verstehe ich die Huldigungund Verehrung, die jeder von uns Gott darbringt durchDemüthigung vor seiner Herrlichkeit; und hierzu zähle ichmit vollem Rechte die Unterwerfung unsers Gewissens un-ter den Gehorsam seines Gesetzes. Das Vertrauen aufGott geht aus der Erkenntniß seiner Vollkommenheiten her-vor, und besteht in der stillen, getrosten Hingabe an Gott,indem wir, von seiner Allweishcit, Gerechtigkeit, Allmacht,Wahrhaftigkeit und Güte überzeugt, unsere Glückseligkeitallein von ihm erwarten. Angerufen wird Gott von uns,wenn wir in der Noth unsere Herzen zu ihm erheben, inseiner Treue und Hülfe unsere einzige Zuflucht und Rettungfinden. Unsere Dankbarkeit beweisen wir dadurch, daß wiralle Segnungen von ihm ableiten, und ihm dafür die Ehregeben. Nach dem Willen des Herrn sollen wir nun nichtsvon dem irgend jemgnd anders, sondern allen- Ruhm ihmzukommen lassen. Denn es ist nicht genug, sich keinen Ab-gott zu machen, sondern wir müssen auch dem einigen Gottanhangen, was die Gottlosen unterlassen, die kurzweg alleReligion verspotten. Vor allem aber muß wahre Religio-sität in dem Menschen vorhanden seyn, damit er den leben-digen Gott suche, und wenn er ihn gefunden und in seinerMajestät erkannt hat, sein ganzes Leben dahin richte, ihnzn lieben, zu fürchten und zu verehren, von ihm alles Gutezu erwarten, allezeit bei ihm Hülfe zu suchen, seine herr-lichen Werke zu bewundern und zu preisen. Alsdann mußaller Aberglaube vermieden werden, der die Menschen vondem einigen wahren Gott ab und zur Vielgötterei hinführt.Ist nun aber unser Glaube an den einzigen Gott fest be-gründet, so müssen wir, wie schon gesagt, alle Abgöttereivermeiden, und die Verehrung, die er allein fordert, nichtzerstückeln, weil sein Ruhm nicht im mindesten geschmä-lert und, was ihm allein zukömmt, nicht getheilt werdendarf.