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Schatten begonnen hatte, wie der Verfasser deS Briefs andie Hebräer sagt/) Hierher gehört auch der AusspruchChristi^) „das Gesetz und die Propheten seyen bisauf Johannes gewesen, und von der Zeit an seydas Reich Gottes durch das Evangelium gepre-digt;" nicht als ob den heiligen Vätern keine Hoffnungdes Heils und ewigen Lebens verkündigt worden wäre, son-dern weil sie in dunkler Ferne und unter Schattenbildernnur erblicken, was wir setzt im vollen Glänze schauen. Wa-rum aber die Kirche Gottes von solchen dunkeln Anfängenzur Höhe hinaufsteigen mußte, erklärte der Täufer Johan-nes °): das Gesetz sey durch Moscn gegeben, dieGnade und Wahrheit aber durch Jesum Christumgeworden." Obgleich also die Versöhnung in den altenOpfern verkündigt, und die Bundeslade ein sicheres Unter-pfand der Vaterhuld Gottes war: so wäre das alles dochnur ein Schattenbild gewesen, wenn es nicht auf die GnadeChristi, als den festen ewigen Grund, sich gegründet hätte.Das bleibe demnach unumstößlich gewiß: obschon die Beob-achtung des Ceremonialgesetzcs aufgehört hat, so läßt sichdoch aus der Abschaffung desselben der vielfältige Nutzenbesser erkennen, den es vor der Ankunft Christi gehabt hat,welcher dessen Ausübung aufhob, aber dessen Bedeutung undErfolg mit seinem Tode besiegelte,
17. Etwas schwieriger ist folgende Beweisführung desPanlusH: „und hat euch auch mit ihm lebendig ge-macht, da ihr todt wäret in den Sünden und inder Vorhaut eures Fleisches, und hat uns ge,schenkt alle Sünde und ausgetilgt die Hand-schrift, welche wider uns war, in Satzungen be-stand, und uns anklagte, und hat sie ungültiggemacht, und an das Kreuz geheftet?c." Denner scheint die Abschaffung des Gesetzes so weit auszudehnen,
1) Hebe., 10, 1; Matth. 27, 51. ' 2) Luc. 16, 16. 3) Loh. j, 17.4) Kot. 2, 13. 14.