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wählte seinen Knecht David, daß er sein VolkJakob weiden sollte und sein Erbe Israel." Kurz,Gott wollte, daß das Bestehen und Heil seiner Kirche vondiesem einem Haupte abhängen sollte. Darum ruft Davidausft: „Jehovah ist seines Volkes Schutz, er istder Siegöhelm seines Gesalbten," und fügt dieBitte bei: „hilf deinem Volk und segne dein Erbe;" wo-mit er auf die genaue Verbindung hinweiset, in welcherdie Kirche mit der Herrschaft Christi stehe. Denselben Sinnhaben die Worte „hilf, Jehovah; der König er-höre uns, wenn wir rufen!" DarnuS erhellet, daßdie Gläubigen deßhalb so zuversichtlich auf Gottes Hülfevertrauten, weil sie unter dem Schirm des Königs ruhten,wie ein anderer Psalm beweiset^): „O Herr, hilf! Ge-lobet sey, der da kommt im Namen des Herrn!"— wo offenbar die Gläubigen zu Christo eingeladen wer-den, um aus der Hand Gottes das Heil zu erwarten. Vongleicher Beziehung ist ein anderes Gebet, in welchem diegesammte Kirche Gottes Erbarmen anruftH: „deineHand schütze den Mann deiner Rechten, dcnMcn-schensohn, den du dir bereitetest." Zwar seufzt derPsalmist über die Zerstreuung des ganzen Volks, aber fle-het doch um Herstellung des zerstreuten in dem einigenHaupte. Und nach Abführung des Volks ins Eril, nachVerwüstung des Landes und nach dem Eintritt allgemeinerNoth geht die Klage, welche Jercmias über die Zerrüttungder Kirche führt, vornämlich darauf, daß mit dem Unter-gange des Reichs auch den Gläubigen alle Hoffnung geraubtsey. „Christus — sagt er — der unser Trost war,ist gefangen worden um unserer Sünden willen;deß wir uns trösteten, wir wollten in seinemSchatten leben unter den Heiden." Hieraus erhel-let, daß, weil Gott dem menschlichen Geschlechte seine Gnade
4) Ps. 28, 8. S. 2) Ps- 20, 10. 3) Ps. 1t3, 25. 26. 4) Ps.M.tS.S) Klagt- 4, 20.