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daß sie den Vater, der allein wahrer Gott ist,und den er gesandt hat, Jesum Christum, erken-nen." Um so abgeschmackter ist daher der Wahn derer, dieden Himmel allen Wcltmenschen und Ungläubigen öffnen,ohne die Gnade dessen, den die Schrift oftmals die Thürnennt, durch welche wir zur Seligkeit eingehen. Wolltejemand dies Wort Christi auf die Ausbreitung des Evange-liums beziehen: so findet er seine Widerlegung in der Mei-nung aller Zeiten und Völker, daß ohne Versöhnung dieje-nigen Gott nicht gefallen können, welche von ihm entfrem-det sind, und darum Kinder des Fluchs und Zorns heißen.Hierher gehört auch, was Christus zu der SamariterinnsagtJ: „ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wirwissen aber, was wir anbeten, denn das Heilkömmt von den Juden." Mit diesen Worten erklärter die Religionen aller Völker für falsch, aus dem Grun-de, weil allein dem auserwählten Volke, unter dem Gesetze,ein Erlöser verheißen worden. Daraus folgt, daß Gottnie eine andere Verehrung gefallen habe, als die auf Chri-stum siehet. So versichert auch Paulus"): „alle Heidenseyen ohne G o tt gewesen und ohne Hoffnung desLebens." Da ferner auch Johannes lehrt^): „in Christosey von Anfang an das Leben gewesen, aber die ganze Welthabe dasselbe verlassen, so müssen wir zu Christo, als demQuell des Lebens zurückkehren. Er selbst nennt sich, soferner der Versöhner ist, das Leben. Und wahrlich keinen an-dern als nur den Kindern Gottes gehört das Erbe desHimmels; aber Kinder Gottes können keineswcgcs diejeni-gen seyn, welche nicht dem cingebornen Sohne einverleibtsind, wie mit klaren Worten Johannes bezeugt"): „die anseinen Namen glauben, werden Gottes Kinder." Weil je-doch vom Glauben an Christus hier eigentlich die Rede nochnicht ist, so mag es vorerst bei dieser kurzen Andeutungsein Bewenden haben.
l) Joh. 4, 22. 2) Eph. 2, 12. 3) Joh. 1, 4. 4) Joh. 1, 12.