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c r bewahrt bleibe, ihm sey Lebcu und Tod, G u-tcs und Böses vorgehalten, und welches er wol-le, das empfange er." Aber auch angenommen, daßder Mensch durch die Schöpfung das Vermögen erhaltenhabe, zwischen Leben und Tod zu wählen; was hülst es,wenn ich dagegen behaupte, daß er dasselbe verloren habe?Meine Absicht ist nicht, dem Salomo zu widersprechen,wenn er behauptetch, Gott habe den Menschen an-fangs gut geschaffen, dieser nur habe vieleKünste gesucht; aber weil der Mensch die eigene Kraft»nd alle ihm ursprünglich mitgetheilte Gaben durch seineEntartung verloren hat, so paßt das nicht mehr auf diejetzige sündige und verderbte Menschennatur. Also nichtblos jenen, sondern auch dem Verfasser des Buchs JesusSirach, wer er auch seyn mag, gehe ich zur Antwort: wenndu den Menschen anweisen willst, daß er in sich selbst dasVermögen, selig zu werden, suchen soll; so ist dein Anse-hen mir zu gering, als daß dadurch auch nur der kleinsteZweifel und Verdacht gegen das wahrhaftige Wort Gottesentstehen könnte. Aber willst du blos die böse Lust des Flei-sches zurückweisen, welches gerne seine Uebel Gott zuschrei-ben und sich selbst thörichter Weise rechtfertigen möchte;und sagst du deßhalb, daß der Mensch unschuldig und reingeschaffen sey, um ihn selbst als den Urheber seines Unheilsdarzustellen, so stimme ich dir bei; und wenn wir nun auchdarüber einverstanden sind, daß er des Schmuckes gegen-wärtig durch seine Schuld beraubt ist, welchen der Herrihm anfanglich verliehen, so wollen wir gemeinschaftlichdas Bekenntniß ablegen, daß es jetzt eines Arztes, nichteines Gönners bedürfe.
19. Sehr häufig erwähnen sie auch die GleichnißredeEhristi von dem Reisenden, der unter die Mörder fiel, dieihn beraubten und halb todt auf der Straße liegen ließen.^)Fast alle Kirchenlehrer betrachten das unglückliche Schicksal
t) Pred, Sal. 7, 30, Z) Lm. lo, 3» n>.