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17. Sie berufen sich auch auf das Zeugniß des Apostels,welcher sagt'): „es liege nicht an jemandes Wollenoder Laufen, sondern au Gottes Erbarmen;"woraus man schließt, daß der Mensch etwas wollen undunternehmen könne, was, so schwach es auch sey, unter-stützt von Gottes Erbarmen, einen glücklichen Erfolg ha-ben möge. Aber wenn sie unbefangen die Sache überdäch-ten, welche Paulus abhandelt, so würden sie wahrlich kei-ne so verkehrte Anwendung von dieser Stelle machen. Frei-lich können sie für ihre Meinung den Origcnes und Hiero-nymuö^) anführen, ich dagegen kann ihnen den Augustinusentgegenstellen; aber ihre Ansichten gehen uns nichts an,penn die Meinung des Apostels so klar hervorleuchtet. Erlehrt nämlich, daß diejenigen erst der Seligkeit theilhaftigwerden können, welche der Herr seiner Erbarmung würdigt,aber Verderben alle erwarte, welche er nicht erwählt hat.Das Schicksal der Verworfenen zeigt er an Pharao, denUathschluß von der Gnadenwahl erweiset er aus Mose:„wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ichmich," und macht daraus den Schluß: „so liegt es nunnicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondernan Gottes Erbarmen." Wollte man das so verstehen,daß der Wille und das Bemühen des Menschen dem großenWerke nicht gewachsen sey noch genüge, so würde diese Be-hauptung des Paulus folgewidrig dastehen. Hinweg alsoMit den Vernünfteleien: Es liegt nicht an jemandes Wol-len oder Laufen, also ist doch etwclches Wollen, etwelchesLaufen. Paulus stellt den einfachen Gedanken dar: Es giebtkein Wollen noch Laufen, welches uns den Weg zur Seligkeitöffne; hier gilt allein die Gnade Gottes. Gerade dasselbe drückter in dem Briefe an den Titus^) aus: „Es ist erschienendie Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes,nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen,die wir gethan haben, sondern nach seiner über-
1) Röm. I, tg. L) Qrix-uez lii>, 7. in ,Z kwmony». Nliers-
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