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gung dessen setzen, was unser ist), ferner ohne lim zugleichzu erregen, zn bewegen, zu treiben, zu tragen, zu halten.Seiner Wirksamkeit schreiben wir darum alle daraus her-vorgehenden Handlungen zu. Jedoch leugnen wir die Wahr-heit der Augustinischcn Behauptung nicht ab , „daß der Willedurch die Gnade nicht vernichtet, sondern vielmehr herge-stellet werde;" weil beides sehr wohl mit einander besteht:daß der menschliche Wille wieder hergestellt werde, indemer, von seinem bösen und verderbten Wesen gereinigt, sichzur wahrhaftigen Gerechtigkeit hinneigt; und daß zugleichein neuer Wille im Menschen erschaffen wird, da der alteso befleckt und sündig ist, daß er nothwendig eine ganz neueGestalt gewinnen muß. Ohne Bedenken kann also gesagtwerden, daß wir thun, was der Geist Gottes in uns wirkt,wiewohl unser Wille aus sich selbst nichts fördert, was sichvon der göttlichen Gnade trennen läßt. Deßwegen dürfenwir einen sonst schon beigebrachten Ausspruch Augustin'snicht übersehen: „Viele bemühen sich umsonst, in dem Willendes Menschen etwas eigenthümlich Gutes zu finden; denn Mssie für eine Kraft des freien Willens halten, und der Gna-de Gottes beigesellen, zeugt von dessen Verdorbenheit; ebenso, als wenn jemand Wein mit unreinem und abschmecken-dem Wasser vermischt. Ob aber gleich altes., was unserWille Gutes besitzt, eine alleinige Gabe des Geistes ist: sokaun man, weil uns von Natur das Wollen zukömmt, dochsagen, daß wir dasjenige wirken, wovon der Ruhm mitRecht Gott gebührt; znfördcrst deßwegen, weil durch Got-tes Güte das unser Eigenthum wird, was er in uns wirkt,nur daß wir es nicht als unser Werk ansehen dürfen; als-dann, weil es unsere Vernunft, unser Wille und unserStreben ist, die von ihm auf das Gute gerichtet werde».
16. Die übrige» Beweise zu widerlege», welche dicVertheidi-gcr des.freieu Willens hie und da zusammenraffen, wird selbstmittelmäßigen Denkern wenig Mühe machen, wenn sie nur dieobigen Bemerkungen gehörig gefaßt haben. Man führt aus