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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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nicht Unter jener harten, schweren und unmöglichen Bedin-gung die Seligkeit im Evangelio verheißen werde, wie imGesetze, nach welchem nur diejenigen dazu gelangen, welchealle Gebote erfüllt haben, sondern auf einem offenen undleichter zugänglichen Wege, bekräftigt Paulus mit diesemZeugnisse, welches also dem menschlichen Willen kcincswcgcsdie Freiheit beilegt.

13. Viertens pflegt man auch einige andere Schrift-stcllcn als Einwurf zu gebrauchen, nach welchen Gott zu-weilen seinen Gnadenbeistand den Menschen entzieht, umsie auf die Probe zu stellen und zu sehen, was sie thunwerden, wie im Propheten Hoseack'):ich will wiede-rum an meinen Ort gehen, bis sie in sich schla-gen, und mein Angesicht suchen."Es wäre lä-cherlichesagen sie daß der Herr es erwarten wollte, obIsrael sein Angesicht wieder suchen würde, wenn sie sichnicht aus eigenem Entschluß zum Guten und Bösen hät-ten hinneigen können." Als wenn nicht häufig in den Pro-pheten von Gott gesagt würde, daß er das Volk verwerfeund verstoße, bis es sich gebessert habe. Aber will man aussolchen Drohungen folgern, daß ein von Gott verlassenesVolk von sich selbst wieder zurückkehren könne, so hat mandie ganze Schrift gegen sich. Geben sie aber zu, daß dieGnade Gottes zur Bekehrung nothwendig sey, warum strei-ten sie denn mit uns? Allein die Nothwendigkeit der letz-tern räumen sie insofern ein, als des Menschen eigenesVermögen dabei bestehet. Aber woher beweisen sie das?Gewiß weder aus jener noch aus ähnlichen Stellen: dennsich hinwegwenden von dem Menschen und sehen, was er,sich selbst überlassen, thun werde, ist ja ganz etwas ande-res, als seine schwachen Kräfte unterstützen. Aber, cnt-gegnct jemand, was bezwecken jene Aussprüche? Ich ant-worte: Es ist eben so, als wenn Gott spräche: da Erin-nerungen, Ermahnungen und Vorwürfe bei diesem wider-

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