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sungen beigefügt, um durch ihre Lieblichkeit uns Lust zumGesetze einzuflößen. Je größer aber unser Verlangen nachder Gerechtigkeit ist, desto angelegentlicher fangen wir an,die Gnade Gottes zu suchen. Sehet da, wie der Herr injenen Aufforderungen „wenn ihr wollt, wenn ihr hört,"weder Wollen noch Gehorchen in unsere freie Macht stellt,und doch, unseres Unvermögens wegen, unser nicht spottet.
11. Mit diesen Beweisen für die Freiheit des Willensist die dritte Klasse genau verwandt. Denn man führtSchriftstellen an, in welchen Gott dem undankbaren Volkevorwirft, nur es sey Schuld daran, daß es von seinerHuld nicht alle Arten von Wohlthaten empfange. Dahingehören'): „die Amalckiter und Cananiter sindvor euch, und ihr werdet durch ihr Schwerdtfallen, darum, weil ihr dem Herrn nicht gehor-chen wolltet. — Weil ich euch rief, und ihr woll-tet nicht hören, so will ich diesem Hause thun,-wie ich Silo gethan habe. — Dies ist das Volk,das den Herrn seinenGott nicht hören, und sichbessern wollte; darum ist es von dem Herrnver-worfen. — Weil ihr euer Herz verhärtet habt,und dem Herrn nicht gehorchen wolltet, so sindalle diese Uebel über euch gekommen."— „Wie ge-ziemen sich, sagt man, solche Vorwürfe gegen diejenigen,die sogleich antworten könnten: das Glück lag uns am Her-zen , und wir scheuten das Unglück; aber daß wir, um je-nes zu erlangen, und diesem zu entgehen, dem Herrn nichtgehorchten noch auf seine Stimme hörten, ist uns nicht bci-zumessen, da wir in der Gewalt der Sünde liegen. Grund-los sind also alle Vorwürfe wegen solcher Uebel, deren wirnicht entgehen konnten." Aber 'ich übergehe die Norschü-tzung der Nothwendigkeit, als eine schwache und unnützeAusrede, und frage, ob sie die Schuld von sich abwälzenkönnen. Sind sie aber schuldig, so wirft der Herr ihnen mit
1) 4 Mos. 14, 43. Jer. 7, 13. 14. 26, 23.