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beschneiden, und läßt durch Moses verkündigen: daß dieseBcschneidung durch seine Hand geschehe.') Die Erneuerungdes Herzens verlangt er mehrmals, aber stellt sich immer alsden Urheber dersesben dar.^) Was nun Gott zu geben verheißt,können wir, wie Augustm^) sagt, mit unserm Willen odermit unsern natürlichen Kräften nicht bewerkstelligen, son-dern er selbst wirkt es durch seine Gnade. Nach der Be-merkung dieses heiligen Mannes müssen wir zwischen Gesetzund Verheißung, zwischen Geboten und Gnade unterschei-den. So mögen sie denn, indem sie aus den Geboten desMenschen Vermögen zum Gehorsam erweisen, sich wohl vor-sehen, daß sie die Gnade Gottes nicht aufheben, durch wel-che allein die Erfüllung des Gesetzes kommt. Dieses for-dert zweitens, Gott zu verehren, seinem Willen zu die-nen, seine Gebote zu halten und seiner Belehrung zu fol-gen. Aber unzählige Stellen der Schrift beweisen, daß Ge-rechtigkeit, Heiligkeit, Frömmigkeit und Reinheit GabenGottes sind. Die dritte Forderung des Gesetzes ist in derErmahnung des Paulus und Barnabas an die Gläubigenenthaltend: „daß sie bleiben sollten in der GnadeGottes." Aber das Vermögen zu dieser Ausdauer leitetPaulus von Gott ab, wenn er sagt d: „Zuletzt, meineBrüder, seyd stark in dem Herrn," oder: „betrübtnicht den heiligen Geist Gottes, damit ihr ver-siegelt seyd auf den Tag der Erlösung." Und weildie Menschen an sich unfähig sind, diese Forderung zu er-füllen, so betet er für die Thessalonicher°): „Gott macheeuch würdig eurer heil. Berufung, und vollendein euch jeden guten Vorsatz nach seinem Wohlge-fallen, und das Werk des Glaubens." Eben so er-muntert er im zweiten Briefe an die Corinther (Cap. 8,9.)wo er von der Einsammlung einer milden Beisteuer für
1) 5 Mos. 10, 16. 50, 6- 2) Ezcch. 56, 26. 3) r>e -loctrlns cini-rti !-'k, Z. 4) llpstg. 13, 43. 11, 23. 14, 22. 5) Ephss- 6, 10. 4,30. 6) 2 Thess. 1, 11.