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nicht nutzlos, sondern „diesen ein Geruch des Todes zumTode, Gott aber ein guter Geruch/")
6. In Beibringung von Bibelstellen sind sie unermüdet,um, was denselben an Beweiskraft abgeht, durch die Men-ge zu ersetzen. Gleich wie aber im Kampfe ein feiges undunkriegerisches Heer, so prunkvoll und prahlerisch es auchheranzieht, auf einmal in die Flucht geschlagen wird; sowird es auch uns ein leichtes seyn, sie sammt ihrem Schwärmzu zerstreuen. Denn da die Schriftstellen, welche sie gegenuns mißbrauchen, fast alle in einem Punkte zusammentref-fen; so werden wir, nachdem wir sie in ihre Klassen ver-theilt, mehrere zugleich beantworten können, und brauchensie nicht einzeln zu beleuchten. Vornämlich berufen sie sichauf die Gebote, welche sie unsern Kräften so angemessenhalten, daß wir allen ihren Forderungen nothwendig müs-sen genügen können. Sie zählen dieselben einzeln auf, undschätzen darnach das Maaß unserer Fähigkeit. Entwederspottet Gott unser, sagen sie, indem er Heiligkeit, Fröm-migkeit, Gehorsam, Keuschheit, Liebe, Sanftmuth gebietet,und Unreinigkeit, Abgötterei, Unzucht, Zorn, Räuberei,Stolz und ähnliche Laster untersagt; oder er fordert nur,was wir zu leisten vermögen. Alle diese von ihnen ange-zogenen Gebote lassen sich in drei Klassen theilen. Einigefordern die Bekehrung zu Gott; andere reden blos von derBeobachtung des Gesetzes; andere endlich heißen uns in derGnade Gottes beharren. Zuerst will ich von allen im All-gemeinen reden, und dann sie einzeln vornehmen. Schonlängst fing man an, nach den Geboten des göttlichen Ge-setzes das Maaß der menschlichen Kraft zu bestimmen, undes hat auch einigen Schein; aber nur die größte Unbekannt-schaft mit dem Gesetze konnte solchen Irrthum herbeiführen.Denn die es für Frevel halten, von einer Unmöglichkeitder Beobachtung des Gesetzes zu reden, meinen einen stren-gen Beweis zu führen, wenn sie sagen, daß das Gesetz sonst
l) 2 Cor. 2, lk.