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nicht mehr thun können, als wozu sie der Geist anregt?Warum wird gegen sie geeifert, wenn sie irgend von demrechten Wege abweichen, und die nothwendige Schwachheitihres Fleisches sie zum Fall brachte? O Mensch, wer bistdu, daß du Gott Gesetze vorschreibst? Wenn er zu derGnade, welche des Gehorsams gegen seinen Willen fähigmacht, durch Ermahnungen uns vorbereiten will: wie kannstdu diese Ordnung tadeln oder bespötteln? Selbst wenn Er-munterungen und Verweise bei den Frommen zu weiternichts dienten, als daß diese der Sünde überführt würden,so wären sie deßhalb schon für nützlich zu erachten. Da sienun aber durch die innere Wirksamkeit des Geistes das Ver-langen nach dem Guten entflammen, die Trägheit zurück-halten, die Lust und den vergifteten Reiz der Sünde unter-drücken, und Eckel und Haß gegen dieselbe erzeugen: werwollte es wagen, sie für überflüßig zu erklären? Fordertman eine noch deutlichere Antwort, hier ist sie. Es findetein doppeltes Wirken Gottes in seinen Erwählten statt, in-nerlich durch seinen Geist, äußerlich durch sein Wort. Durchseinen Geist, der sie erleuchtet und ihre Herzen mit innigerLiebe zur Frömmigkeit beseelt, schaffet er aus ihnen eineneue Kreatur. Durch sein Wort treibt er sie, diese Erneu-erung zu wünschen, zu suchen und zu erlangen. Durch bei-des erweiset er die Wirksamkeit seiner Hand nach dem Maas-se seiner Mittheilung. Bei den Verworfenen hilft diesesWort zwar nicht zu ihrer Besserung, wohl aber dazu, daßhier das Gewissen schon gegen sie zeuge, und daß sie aufden Tag des Gerichts keine Entschuldigung haben. So sagtzwar Christus, Niemand komme zu ihm, es sey denn, daßihn der Vater ziehe, und die Auserwählten kommen, wennsie vom Vater es hörten und lernten; aber er vernachläs-sigt sein Lehramt nicht, sondern ladet unabläßig Alle zusich ein, welche doch der innern Belehrung des heil. Gei-ste bedürfen, um zu wachsen und zuzunehmen. Auch beidenVerworfenen ist, nach Pauli Zeugniß, die Unterweisung