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terricht, Ermabuungen und Tadel an sich zur Besserungsind, lehrt Paulus in den Werten'): „Weder der dapflanzet, noch der da begießet, ist etwas, son-dern Gott, der das Gedeihen giebt/' So schärftMoses ernstlich das göttliche Gesetz ein, die Propheten dro-hen und eifern gegen die Uebertrcter desselben, und dochgestchen sie, daß die Menschen dann erst weise werden,wenn ihnen das Verständniß geöffnet wird, und daß Gottes allein ist, der die Herzen umwandelt, und statt des stei-nernen ein fleischernes Herz giebt, der ihnen sein Gesetzeinprägt, und endlich durch Erneuruug des Gemüthes dieBelehrung wirksam macht.
5. Wozu also Ermahnungen? Sie werden gegen dieGottlosen, die dergleichen trotzig verachten, einst vor demRichterstnhle des Herrn zeugen, und setzt schon ihr Gewis-sen beschweren: denn spotten mag ihrer der verwegene Thor,von sich abweisen kann er sie nicht. Aber was soll der ar-me Mensch machen, sagst du, wenn ihm die Erweichung,des Herzens fehlt, die zum Gehorsam so nothwendig ist?Ei, wozu diese Ausflucht, da er die Verhärtung Niemandanders, als sich selbst zurechnen kann ? Mögen also die Gott-losen immerhin bereit seyn, solcheZurechtweisungen und War-nungen zu verlachen, sie werden, mögen sie wollen oder nicht,durch ihre Kraft erschüttert werden. Vornämlich aber ist ihrsegensreicher Einfluß auf dw Gläubigen zu berücksichtigen,bei welchen der Herr alles durch seinen Geist wirkt, aber dazuauch seines Wortes, und nicht ohne Segen sich bedient. Esist also eine unumstößliche Wahrheit, daß die Frommen allesdurch Gottes Gnade vermögen, nach jenem prophetischenAnsspruche^): „ich will ihnen ein neues Herz ge-ben, daß sie in meinen Geboten wandeln." Aber,erwiedert man, warum werden sie an ihre Pflichten erin-nert, und nicht vielmehr der Leitung des Geistes überlas-sen? Warum werden sie ermuntert und crmahnt, da sie
1) 1 Coe. Z, 7. 2) Ejech. 11, 19. 20. 26, 27.