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als aus sich selbst handelnd. Eben so Paulus H: Gottsendet kräftige Irrthümer mit allerlei Verfüh-rung zur Ungerechtigkeit, anfdaß alle derLügeglauben, welche die Wahrheit nicht angenommenhaben." Jedoch bleibt das Wirken des Herrn hierbei garsehr verschieden von dem, was der Satan und die Gottlo-sen thun. Er gebraucht sie, als böse Werkzeuge, die inseiner Hand sind, zum Dienst seiner Gerechtigkeit; sie selbstaber, voll innerer Bosheit, erweisen nur solche durch dieThat. Was sonst noch zur Rechtfertigung Gottes gegenVerlästernng seiner Majestät gesagt werden kann, und wasden Bösen jeden Vorwand zur Entschuldigung ihres gottlo-sen Wesens bensimnt, ist bereits im Abschnitte von der Vor-sehung beigebracht.^) Hier sollte nur ganz kurz gezeigt wer-den, welchen Einfluß der Satan auf den verworfenen Men-schen habe, und wie Gott in beiden wirke.
6. Welche Freiheit der Mensch bei denjenigen Hand-lungen besitze, die an sich weder gut noch böse genannt wer-den können, und mehr das Leibliche, als das Geistige be-treffen, davon ist zwar bereits, aber nicht ausführlich ge-redet Worden. Einige haben hei. solchen Handlungen demMenschen eine freie Wahl zugestanden, nicht sowohl auswirklicher Ueberzeugung, sondern nur, wie ich glaube, umallen Streit über eine minder wichtige Sache zu verhüten.Ich gestehe zwar, daß diejenigen, welche ihr Unvermögenzu einem frommen Leben erkennen, hiemit das, was uns ,zu unserm Heile zu wissen am nöthigsten ist, gefaßt haben; zjedoch darf man, meiner Meinung nach, die besondere Gna-de Gottes auch in solchen Fällen nicht verkennen, wo wirim Lehen zu unserm Nutzen etwas beschließen und wählen, ^oder etwas Schädliches unterlassen. Denn Gott laßt nichtmir Alles so erfolgen, wie er es als wohlthätig für dieWelt vorgesehen und bestimmt hat, sondern giebt auch demmenschlichen Willen diese Richtung. Von diesem scheint zwar
1) LerA 4 Hhess. 2, 8—12. 2) Siehe Buch. 1 Kap. 16-18.