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kam2) Sie tödteten die Hirten, und raubten die Hecrdcn.Ihr eigenes Bubenstück liegt am Tage; und auch Satan istnicht unthätig; denn von ihm geht, der Geschichte zufolge,das Ganze aus. Hiob selbst aber erkennt darin eine Schi-ckung des Herrn, der, wie er sagt, ihm genommen habe,was durch die Chaldäer geraubt war. Wie will man aberden nämlichen Unfall von Gott, dem Satan und den Men-schen zugleich ableiten, ohne den Satan entweder wegender Theilnahme Gottes zu entschuldigen, oder Gott für denUrheber des Bösen zu erklären? Sehr leicht werden wirdie Wahrheit finden, wenn wir die Absicht, womit, und dieArt, wie sie hier wirkten, näher beleuchten. Gott will sei-nen Knecht durch Widerwärtigkeit in der Geduld üben, derSatan ihn zur Verzweiflung bringen; die Chaldäer aberwollen durch fremdes Eigenthum sich widerrechtlich berei-chern. Eine eben so große Verschiedenheit, als in den Ab-sichten, findet in der Art und Weise des Wirkens statt-Der Herr erlaubt dem Satan, über seinen Knecht Unglückzu bringen, und die Chaldäer aufzureizen, welche er zurAusführung seiner Absichten auscrsehen hat; der Satanaber reizet die ohnehin gottlosen Chaldäer mit seinem gifti-gen Stachel, diese Schandthat zu vollbringen; und dieseeilen wüthend herbei, und beflecken sich mit Mord undRaub. Eigentlich hat also der Satan sein Werk in den -Verworfenen, in welchen er seine Herrschaft, d.i. die Herr-schaft der Sünde ausübt. Aber auch Gott wird in so weitein Antheil daran bcigcmcssen, weil der Satan, als dasWerkzeug seines Zorns, auf seinen Wink und Befehl thätigist, seine gerechten Gerichte zu vollziehen. Ich meine hiernicht die allgemeine Regierung Gottes, nach welcher alleGeschöpfe erhalten werden, und zu allen ihren HandlungenKräfte empfangen, sondern nur seine besondere Einwirkung,die bei jeder einzelnen bösen That sichtbar ist. Es ist asiogar nicht widersinnig, dieselbe That Gott, dem Satan und
t) Hiob Cap. t.