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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
Entstehung
Seite
311
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ZU

einem Pferde, das den Wink seines Gebieters erwartet,und Gott und den Teufel mit solchen Gebietern.Au Gott sagt er hat es einen ruhigen und geschickten Leiter,der seine Langsamkeit anspornt, seine eilige Schnelligkeitzurückhält, seinen ausgelassenen Muthwillcn verhindert, sei-nen Trotz bezähmt, und es auf den rechten Weg führt.Wenn dagegen der Teufel den Sitz eingenommen hat, treibter es, wie ein toller und leichtfertiger Reiter, durch Ein-öden, in Sümpfe und über jähe Abhänge, und reizt es zuHalsstarrigkeit und Wildheit." An diesem Gleichnisse wol-len wir uns begnügen lassen, da kein besseres zur Hand ist.Wenn aber gesagt wird, daß der Wille des natürlichenMenschen der Herrschaft und Leitung des Teufels unter-worfen sey: so heißt das nicht., daß er, sich sträubend undwidersetzend, zum Gehorsam gezwungen werde, wie Herr-schaften ihre Knechte Widerwillen zur Ausführung ihrer Be-fehle zwingen können, sondern daß er, verblendet durch dieschmeichlerische Stimme des Sataus, nothwendig zu seinemDienste sich willfahrig und bereit erweise. Denn alle, wel-che der Herr der Leitung seines Geistes nicht würdigt, über-giebt er nach einem gerechten Nathschlusse der Herrschaftdes Satans. Weßhalb der Apostel sagt/) der Gott dieserWelt habe die Sinne- der Ungläubigen, welche verloren ge-hen sollen, verblendet, daß sie das Licht des Evangeliumsnicht sehen; und eben so"),:er habe sein We?.k in den Kin-dern des Unglaubens." Die Verblendung der Gottlosen»nd alle daraus entspringenden Laster werden Werke desSatans genannt, deren Grund jedoch nicht außer dem mensch-lichen Willen zu suchen ist, sondern dieser ist vielmehr dieQuelle alles Bösen, und in ihm liegt, das Fundament desSatansreichs, nämlich die Sünde.

2. Ganz anders verhält es sich in solchen Fällen mirdem göttlichen Wirken, wie wir an dem Unglück lernenkönnen, das- durch die Chaldaer über den frommen Hioss

t) 2 Coe, 4, 3. 4. 2) Exhest 2,