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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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keit; der Wille werde mit unüberwindlicher Kraft gestärkt.Wenn stc in ihm herrsche, stehe er unerschüttert, wenn sie ihnverlasse, falle er. Durch die unverdiente Barmherzigkeit desHerrn werde er zum Guten gewendet, und dahin gerichtetbeharre er in demselben; diese Leitung zum Guten aber unddie beharrliche Treue hange allein von Gottes Willen ab,und nicht von seinem Verdienst." Also bleibt dem Menschennur ein solcher freier Wille wenn wir es also nennenwollen bei welchem, wie er anderswo sagG):er sich«icht zu Gott bekehren, und in Gott bleiben kann, es seydenn durch die Gnade; und durch diese vermag er, was exvermag."

Kapitel IV.

Wo» der Are und Weise, wie Gott in den Herzen der Menschen wirkt,

1. Wie der Mensch dergestalt in der Gewalt dex Sündeliege, daß er von sich selbst nach dem Guten weder verlan-gen noch trachten könne, das ist, glaube ich, hinlänglichbewiesen, außerdem auch der Unterschied zwischen Zwangund Nothwendigkeit festgestellt, woraus hervorgeht, daß er,indem er nothwendig sündigt, nichtsdestoweniger mit Wil-len sündige. Aber da der Mensch, dem Dienste des Teu-fels ergeben, mehr von dessen Willen, als von dem scinigengeleitet zu werden scheint: so ist noch näher zu bestimmen,worin diese zweifache Leitung bestehe, und dann die Fragezu beantworten, ob Gott einigen Antheil an den bösen Wer-kelt habe, wie solches die Schrift zu verstehen giebt. Au-gustünis^) vergleicht irgendwo den menschlichen Willen nur

1) Lxi«. 4b. 2) ?r»ek, w. 31. et ZI. ?»lm,