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auch Augustinns behauptet/) Nicht alle ohne Unterschiedwürdigt der Herr dieser Gnade, wiewohl man gewöhnlichder Meinung Occam's bcitritt, daß sie Niemanden versagtwerde, der das Seinige tbue. Zwar müssen die Menschenbelehrt werden, daß die Gnade Gottes für Alle ohne Aus-nahme vorhanden sey, die sie suchen; aber da nur diejeni-gen erst sie zu suchen anfangen, denen es die himmlische Gna-de zutheilt, so dürfte wenigstens dieser Nuhm ihr nicht ge-schmälert werden. Das ist fürwahr ein Vorzug der Er-wählten , daß sie durch Gottes Geist erneuert, von ihm ge-trieben und regiert werden. Weßhalb auch Augustin ft theilsdiejenigen mit Recht verlacht, welche allein etwas wollenzu können meinen, theils.andere tadelt, welche allen ohneUnterschied das zugestehen, was ein besonderes Zeichen derfreien Erwählung ist. „Was die Natur giebt >— sagt er— haben alle gemeinschaftlich, nicht aber die Gnade;" undnennt es einen nichtigen Schimmer, wenn auf alle bezogenwird, was Gott nur seinen Erwählten giebt. Eben so:„Wie bist du gekommen? im Glauben; hüte dich, daß dunicht, wenn du dir anmaßest, den rechten Weg selbst ge-funden zu haben, ihn wieder verlierst. Ich komme, sagstdu, mit meinem eigenen und freien Willen. Was blähestdu dich? Willst du wissen, daß auch dieses dir verliehenist? Höre ihn selbst laut sagen: „Es kann Niemand zumir kommen , es sey denn, daß ihn mein Vater ziehe." Undohne Widerrede folgt aus den Worten des Johannes, daßdie göttliche Gnade dergestalt auf die Herzen der Frommeneinwirke, daß sie mit unwiderstehlicher Neigung ihr folgen."„Wer aus Gott geboren ist — sagt crft>—der kannnicht sündigen, denn scinSaame bleibt bei ih m."Eine solche Anregung, der man, wie die Sophisten träu-men, frei folgen oder ausweichen könne , wird offenbar daausgeschlossen, wo die ausdauernde Beharrlichkeit als eineWirkung von ihr hergeleitet wird.
1) I)e zünctoiruin. 2) De verbis ü^oel. ssrmo U-
3) 1 Joh. 3, 9.