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sie mich fürchten sollen ihr Lcbenlang;" nnd so-gleich darauf: „Ich will ihnen die Ehrfurcht vormeinem Namen in's Herz geben, daß sie nichtvon mir weichen." Wiederum bei Ezechielch: Ich willeuch ein eintrachtiges Herz geben, und einenneuen Geist in euch geben; und will das steiner-ne Herz wegnehmen aus eurem Leibe, und euchein fleischernes Herz geben." Sichtbarlicher konnteder Herr sich nicht aneignen und uns nehmen, was in un-serm Willen gut und recht ist, als indem er unsere Bekeh-rung als die Schöpfung eines neuen Geistes und Herzensdarstellt. Es folgt ja der Schluß daraus, aus unsermWillen komme, vor seiner Umwandlung, nichts Gutes;und so weit er, nach der Umwandlung, gut ist, das seyvon Gott, nicht von uns.
9. Dahin sehen wir auch die Gebete der Heiligen ge-r ichtet. Salomo betet 2): „der Herr neige unser Herz zusich, daß wir seine Gebote halten;" und damit beweiset er,wie hartnackig unser Herz dem göttlichen Gesetze widerstrebt,wenn es nicht umgewandelt wird. Ebenso Davids: „nei-ge mein Herz zn deinen Zeugnissen." Denn manmuß immer den Gegensatz des bösen und trotzigen Herzensnnd des gebesserten und folgsamen wohl bemerken. Wennaber David von der leitenden Gnade sich zur Zeit beraubtsuhlend, Gott bittet, in ihm ein reines Herz zu schaffen,und ihm einen neuen gewissen Geist zu geben, erkennet erdamit nicht sein ganzes Herz für unrein und sündig, undden Geist mit Verkehrtheit umhüllet? Wenn er die Rein-heit, um die er so inbrünstig flehet, Gottes Schöpfungnennt, schreibt er sie dann nicht ihm allein zn? Der Eiu-wurf, daß das Gebet'schon ein Zeichen eines frommen undheiligen Gemüthes sey, läßt sich leicht beantworten. Davidwar zwar einigermaßen zur Besinnung gekommen, verglichjedoch seinen frühern Zustand mit der schrecklichen Ueber-
HC.1l, 19, 2) 1 König, g, 5g. 3) Ps. 119, 36,