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8. Da wir nun zu dem Hauptpunkt gelangt sind, sowollen wir die Sache durch wenige, aber klare Zeugnisseder Schrift beweisen, und hierauf, damit uns Niemandeiner Verdrehung der Schriftworte beschuldige, zeigen, daßauch das Zeugniß des frommen Augustinuö unserer Schrift-crklärunK nicht abgehe. Denn theils finde ich es unnöthig,i dasjenige, was zur Bestätigung meiner Meinung aus derSchrift entlehnt werden kann, einzeln der Reihe nach auf-zuzahlen, vielmehr sollen die auserlesensten Stellen unsdas Verständniß über alles das eröffnen, was sich sonstnoch hier und da in der Schrift darüber vorfindet; theilshalte ich es nicht für unschicklich, an den Tag zu legen,daß ich mit dem Manne übereinstimme, dem einmüthig alleFrommen das meiste Ansehen zugestehen. Daß der Anfangdes Guten nirgend anders, als von Gott komme, ist ein-leuchtend: denn ein dem Guten zugeneigter Wille findet sichnur bei den Erwählten; die Erwählung selbst aber liegtaußer dem Bereiche des Menschen, woraus erhellet, daßder Mensch den guten Willen nicht von sich selbst habe, son-dern daß er aus demselben Rathschlussc hervorgehe, nachwelchem wir vor Schöpfung der Welt erwählt sind. Einanderer, dem vorigen ähnlicher Grund ist dieser: das Wol-len und Thun des Guten entspringt aus dem Glauben;dieser aber ist ein Gnadengeschenk Gottes, wie die ganzeSchrift bezeugt, woraus folgt, daß es blos Gnade sey,wcun das Verlangen nach dem Guten in uns anhebt, diewir von Natur durchaus nvr zum Bösen geneigt sind. Wennnun der Herr in der Bekehrung seines Volkes zweierlei setzet,nämlich, daß er ihm das steinerne Herz nehme und einfleischernes gebe, so bezeuget er offenbar, das, was vonuns ist, müsse vertilgt werden, damit wir zur Gerechtigkeitk gelangen; was aber an dessen Stelle tritt, sey von ihm. Undmehr als einmal spricht der Herr also; wie bei Jcremias-/Ich will ihupn einerlei Herz und Weg gehen, daß
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