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bitteres Geschoß vernichtet sein Vermögen, wenn alle Ge-danken, die daraus hervorgehen, als thöricht, eitel, albernund verworren verspottet werden.
2. Nicht besser fallt auch das Urtheil über das mensch-liche Herz aus, wenn es in der Schrift') „ein ränkevolles,und verkehrtes Ding" genannt wird. Jedoch der Kürzewegen beschränke ich mich nur auf eine einzige Schriftstcllc,welche aber, wie ein Heller Spiegel, uns das vollkommeneEbenbild unseres Wesens erblicken läßt. Denn um denmenschlichen Stolz niederzuschlagen, beruft sich der Apostelauf folgende Zeugnisse') „da ist nicht, der gerecht sey,auch nichlEincr; da ist nicht, der verstandig sey;da ist nicht, der nach Gott frage. Sie sind alleabgew ich cn, und all es a in int untüchtig geworden;da ist nicht, der Gutes thue, auch nicht Einer.Ihr Schlund ist ein offenes Grab, mit ihrenZungen handeln sie trüglich, Otterngift ist u n-tcr ihren Lipp en. Ihr Mund ist voll Fluchensund Bit t crk eit; ih re Füße sind eilend, Blut zuvergießen; in ihren Wegen ist eitel Verderbenund Elend; es ist keine Furcht Gottes vor ih-ren Augen." Mit dieser harten Strafrcde zielt er abernicht etwa auf gewisse Menschen, sondern auf alle Adams-kinder. Auch redet er nicht wider die verderbten Sitteneines oder des andern Zeitalters, sondern klagt das fort-währende Verderben der menschlichen Natur an. Denn erhat hier nicht die Absicht, die Menschen durch bloßen Vor-warf zur Besinnung zu bringen, sondern er will zeigen,daß alle in einem Elende liegen, woraus sie nur durchGottes Barmherzigkeit gerettet werden können. Dies konnte ernur durch Beschreibung des allgemeinen Verfalls der mensch-lichen Natur beweisen, und dazu führt er obige Zeugnissean, welche unser höchstes Verderben kund thun. Es bleibt also
1) Ler. 17, 9. 2) Rom. 3, 10 18. zu vergl. mit den leicht aufzu-findenden Paralellstellcn des A. T.