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chcn Lichte bestrahlet, so daß es, wenn auch mir als Flamin-chcn oder wenigstens Fünkchen vorhanden, niemals gänzlichfehle; jedoch vermöge sie dabei nicht, Gott zu begreifen,und zwar deßhalb, weil sie, wo es die Erkenntniß Gottesbetrifft, baare Finsterniß ist. Denn indem der Geist dieMenschen Finsterniß nennt, spricht er ihnen ein für allemalalles Vermögen zu geistlicher Erkenntniß ab. Deßhalb sagter auch von denen, die Christum gläubig annehmend, daßsie nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Flei-sches oder eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.Er will sagen: der Mensch sey nur dann zu so erhabenerWeisheit geschickt, Gott und das Göttliche zu begreifen,wenn der Geist Gottes ihn erleuchtet; gleich wie Christuses eine besondere Offenbarung des Vaters nennet, daßPetrus ihn erkanntes)
20. Waren wir überzeugt, wie es doch erwiesen ist,daß uns von Natur dasjenige fehle, was der himmlischeVater seinen Auscrwähltcu durch den Geist der Erneuerungmittheilt: so würden wir hier weiter kein Bedenken haben.So redet ja auch das gläubige Volk bei dem Propheten P:„denn bei dir ist die lebendige Quelle, und indeinem Lichte sehen wir das Licht." Dasselbe bezeugtder Apostels: „Niemand kann Jesum einen Herrnheißen, ohne durch den heil. Geist." Also sprichtauchder Täufer Johannes, der die staunende Befremdung sei-ner Jünger bemerktes : „Ein Mensch kann nichts neh-men, es werde ihm denn gegeben vom Himmel."Daß er dieses von der besondern Erleuchtung verstehet,und nicht von gemeinsamer Naturgabc, erhellet daraus,daß er sich beklagt, wie er durch so viele Worte, womiter seine Jünger auf Christum verwiesen, nichts ausgerich-tet habe. Ich sehe, sagt er, Worte helfen nicht, die Men-schen über göttliche Dinge zu belehren, wenn der Herr
1) Ich. 1, 12. 13. 2) Matth. 16, 17. 3) Ps. 56, 10. 4) 1 Cor.12,3. S)Joh. 3, 27.