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In alle» ausgezeichneten Thaten endlich waltet ein beson-derer Antrieb: wefihalb auch mit dem Saul gingen die Ta-pfern , deren Herz Gott rührte.') Und bei der Einweihungzur Königswürde spricht Samuels: „der Geist desHerrn wird über dich ausgehen, da wirst dn einanderer Mann werden." Und das erstreckt sich aufdie gcsannnte Folge der Herrschaft, da auch von David er-zählt wird ^): „der Geist des Herrn gerieth überDavid von dem Tage an und fördcr." Eben daswird aber auch anderswo von den besondern Anregungendes Geistes gesagt. Nach HomerH sogar sind die Menschennicht stark im Geiste nach dem, einem Jeglichen vom Jupi-ter einmal verliehenen, Vermögen, sondern wie er eben sietreibet. Auch die Erfahrung bestätigt, daß Gott die Her-zen der Menschen in seiner Hand hat, und sie nach seinemGefallen allezeit regiert, da oft die Klügsten und Einsichts-vollsten bestürzt und rathlos stehen; wcßhalb es auch heißt'):„er nehme den Klugen ihren Verstand, daß sie in die Irregehen." Indeß bei dieser Verschiedenheit erblicken wir docheinige Merkmale des göttlichen Ebenbildes, welche das ganzemenschliche Geschlecht von andern Geschöpfen unterscheiden.
13. Hierauf ist zu untersuchen, welches Vermögen diemenschliche Vernunft in Beziehung auf das Reich Gottesbeweise, und welche Kenntniß sie von geistigen Dingen habe.Dazu gehört Folgendes: Erkenntniß Gotees, seines Wohl-gefallens gegen uns, von dem unser Heil abhangt, und derArt und Weise, wie wir unser Leben nach den göttlichenGeboten einzurichten haben. In den beiden ersten Artender Erkenntniß, besonders in der zweiten, sind die sonstscharfsinnigsten Menschen blinder, als die Maulwürfe. Ichleugne zwar nicht, daß sich hie und da in den Schriftender Philosophen einige feine und passende Vorstellungen überGott finden; aber immer schmecken sie nach einer gewissen
1) 1 Sam. 10, 26. 2) 1 Sam. 10, 6. 3) 1 Sam. 16, 13. 4)0ä7-s.6.5) Hiob 12, 24. 2S.