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jcnigcn, welche die Schrift natürliche Menschennennt, in Erforschung geringerer Gegenstände sich so er-leuchtet und scharfsinnig bewiesen haben; so sollen wir aussolchen Beispielen lernen, wie viel herrliche Gaben der Herrder menschlichen Natur übrig gelassen hat, seit sie des wah-ren Guts beraubt worden.
16. Hierbei wollen wir jedoch nicht vergessen, daß derheil. Geist diese ausgezeichneten Gaben, zur gemeinsamenWohlfahrt, nach seinem Wohlgefallen austheilt. Denn wennBezaleel und Ahaliab^) mit der zur Errichtung und Aus-schmückung der Stiftshütte erforderlichen Weisheit undKenntniß durch den Geist Gottes erfüllt werden mußten:so darf es uns nicht befremden, wenn wir die mancherleibewundernswürdigen Kenntnisse, die im menschlichen Lebensichtbar werden, als eine Mittheilung vom Geiste Gottesansehen sollen. Frage Keiner: welche Gemeinschaft hat derGeist mit den Ungläubigen und von Gott Entfremdeten?Denn was vom Geiste Gottes gesagt wird, daß er alleinin den Gläubigen wohne, ist von dem Geiste der Heiligungzu verstehen,»durch welchen wir zu Tempel Gottes gcwei-het werdend) Darum jedoch erfüllt, kräftigt und belebtGott nicht weniger alles durch die Kraft desselben Geistes,und zwar nach der eigenthümlichen, durch die Schöpfungeiner jeglichen Art verliehenen, Beschaffenheit. Und wollteder Herr vermittelst der Ungläubigen unsere Kenntniß inder Physik, in der Dialektik, in den mathematischen undandern dergleichen Wissenschaften befördern: so müssen wirdavon Gebrauch machen, um nicht, bei Vernachlässigungder in ihnen uns dargebotenen Gaben Gottes, für unsereTrägheit mitRecht zu büßen. Aber damitKeiner deßhalb schonfür sehr glückselig gelte, wenn er in dieser Welt der Un-vollkommenheit so viel Fähigkeit zur Erkenntniß der Wahr-heit empfängt: so darf man nicht vergessen, daß sowohldas Vermögen als die Frucht solcher Erkenntniß etwas
l) 2 Mos. Cap. 31». 35. 2) > Cor. Z, 16! 6, 19.