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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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was Augustinus sagt'):Wie jener Rhetor auf dieFrage, welches die Hauptsache in der Beredsam-keit sey, die Antwort gab: die Aussprache, undwas das zweite, dicAussp räche, was das dritte,die Aussprache, erwiederte: eben so würde auchich denjenigen, der diese Frage inBcziehungaufdie Vorschriften der christlichen Lehre thäte, zumersten, zum zweiten und zum drittenmal und im-mer antworten: die Demuth." Aber das nennt erkeineswcges Demuth, wenn der Mensch, einiger Tugendsich bewußt, frei vom Stolze und Uebermuthe bleibt;sondern wenn er sich in der That so suhlet, daß er nurin der Demuth eine Zuflucht findet bei seiner Noth, wiederselbe anderswo zeigt.Niemand schmeichle sich; spricht er") an sich selbst ist der Mensch desSatanas Eigenthum; wodurch er selig wird,hat er allein voll Gott. Oder was besitzest dnweiter e igen thüm l ich, al s die Sünde? D i e S ü n-de nimm dir zum Eigenthum, denn die Gerech-tigkeit ist Gottes." Ebenso^):Was rühmet m an sosehr das Vermögen der menschlichen Natur?Krank, verwundet, verletzt, verdorben ist sie.Ein aufrichtiges Bekenntniß, nicht eine grund-lose Vertheidigung ist ihr vonnöthen." Ferner'):Wenn jeder erkennt, daß er an sich selbst nichtsist, und an sich keinen Helfer hat, dann sind inihm die Waffen zerbrochen, und der Zwiespalthat ein Ende. Aber nothwendig ist, daß alleWaffen derGottlosigkeit zermalmt, zerbrochen,verbrannt werden, daß du ganz wehrlos da ste-hest, und keinen Schirm in dir selbst habest. Jeohnmachtiger du bist, desto mehr nimmtsich derHerr deiner an." So verbietet er in seiner Homilieüber den siebcnzigsten Psalm:unserer Gerechtigkeit zu gc-

1) L^isr. 36. scl Diost. 2) Ilornü. 49. in ^oliannern. 3) 6enatura et ^i-atia csp. 61. 4) Homil. in 46.