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zweideutigen und schwankenden Rede über diesen Gegenstandbeschuldigt und gesagt habe, daß aus ihren Schriften sichgar nichts Zuverlässiges hernehmen lasse. Dies werden ei-nige so auslegen, als habe ich jene Männer deßhalb nichtfür stimmfähig gehalten, weil sie alle in ihren Meinungenvon mir abweichen. Jedoch habe ich hierbei keine andereAbsicht gehabt, als aufrichtig und gewissenhaft für frommeGemüther zu sorgen, die, wenn sie auf deren Ausspruchvertrauen, in steter Ungewißheit bleiben werden. Dennbald sagen jene: der des freien Willens gänzlich beraubteMensch müsse allein zur Gnade seine Zuflucht nehmen; baldertheilen sie ihm eigenes Vermögen zum Guten, oder esscheint wenigstens so. Dabei ist es aber nicht schwer, sol-cher Zweideutigkeit ungeachtet zu erweisen, daß sie dasmenschliche Vermögen zum Guten sehr gering angeschlagen,und dem heiligen Geiste die Ehre gegeben haben, als demQuell alles Guten. Aus folgenden ihren Anssprüchcn, dieich hier beibringe, wird das klar werden. Denn was willdas so oft von Augusiin gepriesene Wort Cyprians: „manmüsse sich keines Dinges rühmen, weil nichts unser sey,"anders sagen, als daß der Mensch sich ganz für ein ohn-mächtiges und blos von Gott abhängiges Geschöpf haltenlerne? Was bedeutet es, wenn Augnstiuns und EncheriusChristum den Baum des Lebens nennen, von dem, wer zuihm die Hände ausstrecke, das Leben erhalte; den freienWillen aber den Baum der Erkenntniß des Guten und Bö-sen, der einem jeden den Tod bringe, wenn er die GnadeGottes verlassend, davon esse? Was meint Chrysostomus,wenn er sagt, daß jeder Mensch nicht nur von Natur einSünder, sondern ganz Sünde sey? Wenn aber nichts Gu-tes in uns, vielmehr der Mensch vom Haupt bis zur FerseSünde ist; wenn er nicht einmal versuchen kann, wievielder Wille vermag: wie könnte zwischen Gott und den Men-schen der Ruhm guter Werke getheilt werden? Derglei-chen Aussprüche könnte ich noch viele aus andern Schriftenanführen; aber damit Niemand einwende, daß ich nur dasCalvins Inst. 1r Bd. s"