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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Verzweiflung in Wuth zu hringen; die Sabäer kommenherbei, grausam und gottlos fremdes Gut zu rauben. Hi-ob erkennt, daß er durch Gottes Leitung aller seiner Güterberaubt und arm geworden sey, weil es Gott so gefallen.Mögen also Menschen oder Satan selbst thun was sie wol-len, Gott halt dennoch das Ruder und leitet ihre Unter-nehmungen zur Vollziehung seiner Gerichte. Gott will, daßder treulose König Ahab getäuscht werde; der Teufel er-bietet dazu seinen Dienst, er wird gesendet mit dem be-stimmten Befehl, ein lügenhafter Geist zu seyn in dem Mun-de aller Propheten.'). Wenn die Verblendung und ThorheitAHabs Gottes Gericht ist, so verschwindet das Trugbildeiner bloßen Zulassung, weil es lacherlich seyn würde, wennein Richter blos zuließe was geschehen soll, nicht aber zu-gleich beschlösse und die Ausführung den Dienern übertrüge.Die Juden haben den Vorsatz, Christum zu tödtcn; Pila-)us und die Soldaten gehorchen ihrer rasenden Mordlust;dennoch bekennen die Jünger in feierlicher Rede, daß allejene Gottlosen nichts anders gethan haben, als was Got-tes Hand und Rathschluß beschlossen habe.ft So hatte schonvorher Petrus gepredigt, daß er aus bedachten Rathund Vorsehung Gottes hingegeben worden sey,um getödtet zu werdend; als ob er sagte: Gott, demnichts vom Anfang an verborgen blieb, habe wissend undwollend beschlossen, was die Juden vollführten. Eben sosagt er an einer andern Stelle : Gott habe durch denMund aller seiner Propheten zuvor verkündet,wie Christus leiden sollte und es also erfüllet.Ilbsalom begeht eine abscheuliche That, indem er mit Blut-schande das Bett seines Vaters befleckt; doch sagt Gott,daß dies sein Werk sey; denn so lauten die Wortes:Duhast es heimlich gethan; ich aber will dies thunvor den, ganzen Isracs und an dcrSonn e," Jerc-

1) 1 Kön. 22, 20-23. 2)Apstg. 4, 48. 3) Apstg. 2, 23. 4)Apstg.3, 13. 5) 2 Sqmuel 16, 22- 12, 12.