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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Herr bahnt vielmehr seiner ewigen Fügung den Weg, indemer durch Ankündigung der Strafe diejenigen zur Buße auf-fordert, welche er schonen will, ohne an seinem Willen,auch nicht einmal m seiner Rede etwas zn ändern; nurdruckt er nicht buchstäblich ans, was dem Verstandnisse of-fen liegt. Denn wahr muß bleiben das Wort des Jesaias>):Der Herr der Heerscharen hat es beschlossen und wer willes wehren? Seine Hand ist ausgereckt! Wer will siewenden?

Kapitel XVIII.

Gort bedient sich der Gottlosen und lenket ihre Gesinnungen zur Voll-ziehung seiner Gerichte, so, daß er selbst von jeglichem Borwurffrei bleibt.

Aus andern Schriftstellen, wo von Gott gesagt wird,daß er den Satan selbst und alle Verworfenen nach seinemWillen leite oder ziehe, erhebt sich eine schwierigere Unter-suchung. Denn wie er, indem er durch sie wirkt, von al-lem Antheil an ihren Vergchungen und von jeglicher Schuldbei dem gemeinsamen Werke frei bleibe, seine Werkzeugegber mit Gerechtigkeit verdamme, dieß faßt schwerlich derSinn des Fleisches. Deshalb hat man eine Unterscheidungzwischen Thun und Zulassen erfunden. Denn es schien vie-len ein unauflöslicher Knote, daß der Satan und alle Gott-losen so in der Hand und Gewalt Gottes sey» sollen, daßer ihre Bosheit, zu welchem Zweck es ihm wohlgcfallt, len-ke, und ihrer Frevel sich bediene, um seine Gerichte zuvollziehen. Ihre Bedenklichkcit wäre vielleicht zu cntschul-

t) Jes. 14, 27