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cr es für recht und billig halte, auf einzelne Jahre, Tageund Stunden dieses oder jenes. Was die Reue betrifft, sokann solche eben so wenig Gott beigelegt werden, als Un-wissenheit oder Irrthum oder Ohnmacht; denn wenn nie-mand sich mit Wissen und Wollen in die Nothwendigkeitversetzt, etwas bereuen zu müssen, so werden wir Gott kei-ne Reue beilegen ohne zugleich zu behaupten, er wisse ent-weder nicht was zukünftig sey, oder er könne demselbennicht entgehen, oder er fasse voreilig und unüberlegt einenBeschluß, dessen ihn bald darauf gereue. Dies aber ist soweit entfernt von dem Sinne des heil. Geistes, daß er selbstbei Erwähnung der Reue sagt: Gott könne nicht durch Reuegeleitet werden, weil er nicht ein Mensch sey, den etwasgereuen könne/) Es ist zu bemerken, daß in demselben Ka-pitel beides so verbunden wird, daß die Vergleichung denSchein eines Widerspruchs auf's beste aufhebt. Die Ver-änderung wird figürlich dargestellt, daß Gott die Erwäh-lnng Sauls zum Könige gereue; bald darauf wird hinzu-gefügt: /,Der Held in Israel lüges nicht und ge-reuet ihn nicht; denn er ist nicht einMensch, daßihn etwas gereuen sollte." Mit diesen Worten wirddeutlich und ohne Figur die Unvcrändcrlichkeit behauptet.Also ist ohne Zweifel die Bestimmung Gottes in der Regie-rung menschlicher Dinge unwandelbar und über alle Reueerhaben. Und damit seine Selbstständigkeit nicht zweifel-haft sey, sind auch seine Feinde gezwungen, ibm Zeugnißzu geben; denn Bileam mußte wider seinen Willen in dieWorte ausbrechen: Gott sey nicht wie ein Mensch daß crlüge, noch wie eines Menschen Kind, daß er sich wandeleund es sey unmöglich, daß er nicht thue, was er gespro-chen, nicht erfülle, was cr geredet hat.
13. Was bedeutet also die Benennung Reue? Nichtsanderes als was alle andere Ncdeformcln, welche unsGott menschlich darstellen. Denn weil unsere Schwachheit
1) 1 Sam. 15/ 29-