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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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den Herrn; der wird dich versorgen nnd wirdden Gerechten nicht in Unruhe lassen. Denn ersorget für uns. Wer unter dem Schirm des Höch-sten sitzet, wird unter d em Schattcn dcs Allmäch-tigcn bleiben. Wer euch anrührt, rührt meinenAugapfel an. Ich will dein Schild seyn, deineeherne Mauer; die dir feind sind, denen willich feind seyn. Wenn auch eine Mutter ihre Kin-der vergäße, so will ich doch dein nicht verges-sen." Ja es ist ein vorzüglicher Zweck der heiligen Ge-schichten, zu lehren, mit welcher Sorgfalt die Wege derHeiligen von dem Herrn bewacht werden, also daß sie auchnicht an einen Stein sich stoßen. Wie wir also oben dieMeinung derjenigen von Rechtswegen zurückgewiesen haben,die von einer allgemeinen Vorsehung reden, welche nichtzur,speciellen Sorge für jede Kreatur sich herablasse; so istes vor allen der Mühe werth, diese besondere Sorgfalt ge-gen uns zu betrachten. Wenn Christus behauptet hat I, daßauch der geringste Sperling ohne den Willen des VaterSnicht auf die Erde falle, so wendet er solches alsbald inder Art an, daß wir, je vielmehr wir als Sperlinge sind,um so mehr der besondern und nähern Fürsorge Gottesuns versichert halten sollen, und dehnet es dann so weitaus, daß wir vertrauen sollen, es seyen auch die Haareunsers Hauptes gezählt. Was können wir höheres wün-schen, wenn auch nicht ein Haar von unserm Haupte fallenkann als mit seinem Willen? Ich rede nicht blos vondem menschlichen Geschlecht, sondern, weil Gott die Kirchesich zur Wohnung erlesen hat, so ist nicht zu zweifeln, daßer in Regierung derselben seine väterliche Fürsorge durchbesondere Beweise an den Tag lege.

7. Durch solche Verheißungen und Beispiele gestärkt,wird der Diener Gottes auch der Zeugnisse gedenken, wel-che ihn belehren, daß alle Menschen unter seiner Macht

t) Math. 10, A. 30.