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aussprcche und vielfältig wiederhole. Aber weil sie nocheinige Scheu zurückhält, ihre Blasphemien gegen den Him-mel auszusprechen, geben sie vor, sie streiten nur gegenuns, um desto freier zu rasen. Wenn sie denn Nicht zuge-ben wvllen, daß Alles, was in der Welt geschieht, von demunbegreiflichen Rathschluß Gottes regirrt werde, so mögensie antworten, warum die Schrift sagtH, seine Gerichteseyen ein tiefer Abgrund? Denn, wenn Moses spricht-),der Wille Gottes sey nicht fern in den Wolken oder inden Abgründen zu suchen, sondern in dem Gesetze verständ-lich dargelegt, so folgt, daß ein anderer verborgener Willedem tiefen Abgrunde verglichen wird, von welchem auchPaulus sagt 2): „O welch' eine Tiefe des Reich-thums beides derWeisheit und Erkcnntniß Got-tcszwieuncrforschlich sind seine Gerichte undwie unbegreiflich seine Wege! Denn wer hatdes Herrn Sinn erkannt, oder wer ist seinRathgeber gewesen." Es ist wahr, das Gesetz undEvangelium enthalten Geheimnisse, die weit über unserVerständniß hinausreichen; aber da Gott die Seinigen mitdem Geiste der Erkenntniß erleuchtet, um diese Geheimnissezu fassen, die er in seinem Worte uns gnädiglich offenbarethat, so ist hier kein Abgrund, sondern ein Weg, auf wel-chem wir sicher wandeln, eine Leuchte unseres Fußes, einLicht des Lebens und eine Schule sicherer und Heller Wahr-heit. Aber die bewunderungswürdige Weltregierung wirdmit Recht ein Abgrund genannt, weil wir sie, in ihrerVerborgenheit, ehrerbietig anbeten sollen. Beides hat Mo-ses mit wenig Worten schön ausgedrückt'): „Das Ge-heimniß unserm Gdtt; was aber hier geschrie-ben ist, gehet euch und eure Kinder an." Er ge-bietet nicht blos das Gesetz sorgsam zu erwägen, sondernauch die verborgene Vorsehung Gottes in Demuth zu ver-
t) Ps. 36, 7. 2) S Mos. 30, 12 — 14. 3) Rom. 10, 6- Rom. 11,33. 4) 6 Mos. 23, 23.