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wendig so geschehen, ohne jedoch schlechthin oder scincrsNa-lur nach nothwendig zu seyn. Ein bekanntes Beispiel sehenwir an den Gebeinen ChristiH) Da er einen dem unsrigcnähnlichen Leib angenommen, so wird kein Verständiger leug-nen, daß seine Gebeine gebrechlich gewesen sind: doch wares unmöglich, sie zu brechen. Hieraus sehen wir abermals,daß die Unterscheidung zwischen einer bedingten und abso-luten Nothwendigkeit in den Schulen nicht ohne Grund ist;desgleichen der folgerechten und des Erfolgs; indem Gottdie Gebeine seines Sohnes, welche er dem Bruch entzogenhatte, der Brechlichkeit unterwarf, und also, was natürli-cher Weise geschehen konnte, unter die Nothwendigkeit sei-nes Rathschlußes beschrankte.
Kapitel XVII.
Bon der Anwendung, dem Zweck und Nutzen dieser Lehre.
Diejenigen, welche zu citeln Spitzfindigkeiten geneigtdiese Lehre nicht recht fassen und anwenden, müssen noth-wendig in mancherlei Knoten sich verwirren. Darum istnöthig, kürzlich zu berühren, zu welchem Zweck, nach derSchrift Lehre, Gott alles leite. Vorerst ist zu merken, wiedie Vorsehung Gottes sowohl in Hinsicht der Zukunft alsVergangenheit beachtet werden müsse; darnach, wie sie alleDinge also leitet, daß sie bald durch Mittelursachen, baldohne Mittel, bald gegen alle Mittel wirket. Endlich, wiesie den Zweck habe zu offenbaren, daß Gott für das ganzeMenschengeschlecht sorge, besonders aber über seine Kirche,die er seines nahern Anschaucns würdigt, -wache. Außer-dem ist noch zu bedenken, daß, obwohl entweder die väter-
1) Joh. 19, 33, 3«.