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Vorsehung Gottes. Gott erweckte in der Wüste den Süd-wind, um dem Volke eine Menge Vögel zuzuführen.') Da erwollte, daß Jonas sollte ins Meer geworfen werden, erregteer einen heftigen Sturm, Diejenigen, welche nicht glau-ben, daß Gott das Ruder der Welt führe, werden sagen,dieß sey etwas außerordentliches gewesen. Aber darausfolgere ich, daß nie irgend ein Wind entstehe oder sicherhebe, als nur auf besondern Befehl Gottes. Sonst wä-re nicht wahr, daß er Winde zu seinen Boten macht, Feu-crstammcn zu seinen Dienern, die Wolken zn seinem Wa-gen, und auf den Flügeln des Windes einHerfahrt, wenner nicht Wolken und Winde nach seinem Wohlgefallen lenk-te und in ihnen seine gegenwartige Kraft zeigte.") So wer-den wir anderswo belehrt, daß das vom Hauche des Win-des aufwallende Meer die besondere Gegenwart Gottes be-zeuge. Er gebeut dem Geist des Sturms und erhebt dieWogen, dann bringt er den Sturm zum Schweigen, undes legen sich die Wellen; so wie er anderswo sagt, er ha-be das Volk gegeißelt mit brennenden Winden. H Ebensowill Gott, obgleich allen Menschen von Natur die Er-zcugungskraft eingepflanzt ist, es als einen Beweis seinerbesondern Gnade angesehen wissen, wenn er einige kinder-los läßt, andere mit Nachkommen segnet; denn des LeibesFrucht ist seine Gabe. Deßhalb sprach Jakob zu seinemWeibe: „Bin ich doch nicht Gott, daß ich dir Lei-besfrucht gebe."5) dtm zu-Ende zu kommen: was istgewöhnlicher in der Natur, als daß wir mit Brod ernährtwerden? Doch spricht der Geist, daß nicht blos das Er-zeugniß der Erde ein besonderes Geschenk Gottes sey, son-dern auch, daß die Menschen nicht blos vom Brode leben:indem nicht die bloße Sättigung sie belebt, sondern der ver-borgene Segen Gottes; so wie er im Gegentheil droht, erwolle des Brodes Nahrungskraft brechen.") Auch könnte
1) 2 Mos. 16, 13. 2) Jo». 1, 4. 6. 3) Ps. 104, 4. 4) Ps. 107,25. 29. 5) 1 Mos. 30, 2. 6) Jes. 3, 1.