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tzet ihm wohl vor im Herzen, aber vom Herrnkommt, was die Zunge reden soll." LächerlicherWahnsinn, wenn die elenden Menschen ohne Gott handelnwollen, die nicht einmal reden können ohne seinen Willen.Ferner, um kräftiger zu lehren, daß nichts in der Weltohne seine Bestimmung geschehe, zeigt die Schrift, daß selbstdas höchst zufällig scheinende von ihm abhänge. Was kannzufälliger scheinen, als wenn ein vom Baum gerissener Astden Vorübergehenden erschlägt? Aber ganz anders sagtder Herr'), er habe ihn ohngefähr in die Hände deß, derihn tödtet, lassen fallen. Wer möchte nicht das Loos demblinden Glücke zuschreiben? Aber der Herr behält sich des-sen Entscheidung. Er sagt nicht, daß der Steinchen Wurfin den Schooß und ihre Aufnahme durch seine Macht ge-schehet; aber, was man allein dem Zufall zuschreiben konn-te, das, zeuget er, sey von ihm. Dahin gehört auch derAusspruch Salomonst: „Der Arme und der Reichebegegnen einander; aber der Herr erleuchtetbeider Augen." Denn da Arme und Reiche in der Weltvermischt sind, jcnachdem Gott jedem seine Lage bestimmthat, so erinnert er sie, daß Gott, der Allen leuchtet, kci-neswegcs dem Armen sein Auge verschließe, um sie zur Ge-duld zu ermähnen, weil diejenigen, welche mit ihrem Schick-sal unzufrieden sind, die ihnen von Gott aufgelegte Lastabzuschütteln suchen. So straft ein anderer Prophet dieWeltmenschen, welche menschlichem Fleiße oder dem Glückezuschreiben, daß Einige im Staube liegen. Andere zu Eh-ren kommen; „nicht vom Aufgang noch vom Unter-gang, noch von der Wüste kommen Erhöhungen,denn Gott ist Richter, der diesen erhöhet, jenenerniedrigt/") Weil Gott sich nicht des Richteramtesentäußern kann, so folgert er, daß nach seinem geheimenRathschluß Einige hoch sind, Andere niedrig bleiben.
7. Auch einzelne Ereignisse sind Zeugnisse der besondern
1) 2 Moses 21, 13. 2) Spr. 16, 11. 33. 3) Spr. 22, 2. 4)Ps. 7S, 7.